Berlin: Polizei schießt auf Brandstifter in Köpenick
Gegen 0:30 Uhr kam es in der Nacht zum 26. Juli in Köpenick (Berlin) zu einem gefährlichen Einsatz. Ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Wendenschloßstraße bemerkte schwarzen Rauch, der vom Hausflur in seine Wohnung zog. Er rief sofort die Retter.
Als die Polizisten am Gebäude ankamen, trafen sie auf einen 38-jährigen Mann. Dieser entleerte gerade einen Feuerlöscher. Dann schnappte er sich ein Beil und ging damit bedrohlich auf die Beamten zu. Um den Angriff zu stoppen, mussten die Polizisten ihre Dienstwaffen benutzen und schossen auf den Mann. Der Verdächtige wurde danach in ein Krankenhaus gebracht.
Die Feuerwehr konnte das Feuer im Gebäude löschen. Zwölf Menschen wurden vor Ort untersucht, weil sie Rauchgase eingeatmet hatten. Zehn von ihnen ging es gut, doch zwei Männer im Alter von 44 und 85 Jahren mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus.
Das Haus ist durch den Brand so stark beschädigt, dass alle Bewohner evakuiert werden mussten. Das Gebäude ist vorerst nicht bewohnbar.
Jetzt ermittelt eine Mordkommission im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin, warum die Polizisten schießen mussten und wie es zu dem Angriff kam. Gleichzeitig sucht ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts nach der Ursache für das Feuer. Es besteht der Verdacht der besonders schweren Brandstiftung. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.