Berlin plant neue Zukunft für das ICC
Das Land Berlin (Hauptstadt Deutschlands) und die Projektpartnerschaft Quartier ICC haben am 2. September 2026 eine Exklusivitätsvereinbarung unterschrieben. Das bedeutet: Bis zum 30. Juni 2027 darf nur diese Gruppe mit der Stadt über die Zukunft des International Congress Centrum (ICC) verhandeln. Die Vereinbarung gilt nicht nur für das Gebäude selbst, sondern auch für das Parkhaus und das Grundstück am Messedamm 9.
In den nächsten Monaten wollen die Partner nun einen Vertrag für ein sogenanntes Erbbaurecht ausarbeiten. Wenn alles klappt, soll das Recht für 99 Jahre vergeben werden. Bevor der Vertrag endgültig unterschrieben wird, muss das Berliner Abgeordnetenhaus im nächsten Jahr zustimmen.
Die Grundlage für die Pläne ist ein Konzept, das die Projektpartnerschaft bereits im Juni 2026 öffentlich vorgestellt hat. Ziel ist es, das ICC und das gesamte Quartier wieder zu einem lebendigen Ort zu machen. Dabei sollen vor allem Kunst und Kultur eine große Rolle spielen, damit das Areal für Berliner und Gäste der Stadt attraktiv wird.
Das gesamte Verfahren begann bereits im November 2024 mit einem Wettbewerb. Die Projektpartnerschaft Quartier ICC ging dabei als Bestbieterin hervor. Die Gruppe besteht aus verschiedenen Experten und Firmen, darunter die Arup Deutschland GmbH, die HOCHTIEF Infrastructure GmbH sowie die Architekten Max Dudler und die Planungsgesellschaft schneider+schumacher.
Ob und wann die Pläne genau in die Umsetzung gehen, hängt nun vom Ergebnis der Verhandlungen und der Zustimmung der zuständigen Gremien ab.