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Berlin plant mehr Schutz für queere Menschen

Nach einem Anschlag auf den CSD wollen Politiker und Vertreter der Community die Sicherheit für queere Menschen verbessern. In einer Sondersitzung wurden konkrete Maßnahmen besprochen.

Im Juli 2026 gab es einen islamistischen Anschlag auf den CSD in Berlin (Hauptstadt Deutschlands). Dieser Vorfall hat die Politik aufgeschreckt. Deshalb lud Senatorin Cansel Kiziltepe am Mittwochnachmittag zu einer Sondersitzung des Runden Tisches gegen Queerfeindlichkeit ein.

Insgesamt 40 Menschen nahmen an dem Treffen teil. Dabei waren unter anderem die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig, die Innensenatorin Iris Spranger und Vertreter von Verbänden wie dem LSVD und dem CSD-Verein. Auch Leute von der Polizei und aus der Verwaltung waren dabei. Gemeinsam suchten sie nach Wegen, wie man queere Menschen in Zukunft besser schützen kann.

Die Liste der geplanten Maßnahmen ist lang. Ein wichtiger Punkt ist die Änderung des Grundgesetzes. Die sexuelle Identität soll dort ausdrücklich erwähnt werden, damit Diskriminierung rechtlich noch klarer verboten ist. Außerdem sollen queere Menschen in das Gewalthilfegesetz aufgenommen werden. Das bedeutet, dass Opfer von Gewalt besser unterstützt werden.

Auch bei der Polizei soll sich etwas ändern. Es sollen hauptamtliche Ansprechpersonen für LSBTIQ+-Themen bei allen Behörden geben. Zudem will man Hasskriminalität strenger verfolgen und die Taten besser in der Statistik erfassen. Für Betroffene sollen mehr Meldestellen und Beratungsangebote geschaffen werden.

Ein weiteres Ziel ist die WorldPride. Berlin möchte sich um dieses große internationale Event bewerben. Das soll ein Zeichen für Zusammenhalt und Sichtbarkeit sein, gerade nach dem Anschlag im Juli. Zudem soll die Bildung und Jugendarbeit in allen Bundesländern gestärkt werden, um Queerfeindlichkeit vorzubeugen.

Die Politiker und Vertreter der Community sind sich einig, dass die Maßnahmen nun schnell umgesetzt werden müssen. Ob und wann die Änderungen am Grundgesetz oder die neuen Stellen bei der Polizei tatsächlich kommen, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen zum Anschlag vom Juli dauern an.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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