Berlin: Neues Konzept für ehemaliges Karstadt-Haus
In das alte Karstadt-Haus an der Müllerstraße in Berlin (Bezirk Mitte) soll wieder Leben einziehen. Die Eigentümerin, die Versicherungskammer Bayern, hat am 27. August 2026 die neuen Pläne für das Gebäude vorgestellt. Das Warenhaus ist seit 2024 geschlossen und stand seither leer.
Die Pläne wurden überarbeitet, weil die Marktbedingungen sich geändert haben. Im Vergleich zum ersten Konzept aus dem Jahr 2023 wird nun mehr vom alten Gebäude erhalten bleiben. Weniger wird neu gebaut: Das Volumen für die Neubauten sinkt um 43 Prozent. Insgesamt sollen am Ende 45.400 Quadratmeter Fläche entstehen.
Im Erdgeschoss sollen weiterhin Geschäfte einziehen, damit die Müllerstraße als Einkaufsstraße attraktiv bleibt. In den oberen Stockwerken planen die Verantwortlichen Platz für Handwerker, Gastronomie, Büros sowie Forschung und Wissenschaft. Auch soziale Einrichtungen, zum Beispiel für Kinder und Jugendliche, sollen dort untergebracht werden. Auf dem Dach soll eine Konstruktion aus Holz aufgesetzt werden. Dort entstehen Wohnungen für etwa 60 Haushalte. Die bekannte Spindel zum Parkdeck bleibt stehen.
Aktuell wird an einem neuen Bebauungsplan gearbeitet. Die Versicherungskammer Bayern plant dabei zusammen mit dem Architekturbüro Baumschlager Eberle und dem Planungsbüro Machleidt. Wenn alles nach Plan läuft, geht der Umbau im Jahr 2028 los. Die ersten Mieter könnten dann im Jahr 2032 einziehen.
Ob und wann genau die Genehmigungen für den Bau erteilt werden, muss im Laufe der Planungen noch geklärt werden.