Berlin: Neue Infotafeln an umstrittenen Straßennamen
In Berlin (Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland) gibt es oft Streit um die Namen von Straßen. Manche Namen passen heute nicht mehr in die Zeit oder werden kritisch gesehen. Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf wurde nun eine Lösung gefunden, nachdem das Bezirksparlament eine komplette Umbenennung des Hindenburgdammes und der Gallwitzallee abgelehnt hatte.
Statt die Schilder komplett auszutauschen, kommen nun Informationstafeln zum Einsatz. Diese Schilder erklären den Menschen vor Ort, wer die Namensgeber waren und was sie im Leben gemacht haben. Gleichzeitig stehen dort die heutigen Kritikpunkte, warum die Ehrung dieser Menschen umstritten ist. Historiker haben die Texte für diese Tafeln geschrieben.
Die neuen Schilder werden am Freitag, den 28. August 2026, um 16 Uhr offiziell übergeben. Das Ganze passiert im Rahmen des Sommerfestes des Goethe-Gymnasiums in der Drakestraße 72-74. Das Fest findet dort von 15 bis 18 Uhr auf dem Schulhof statt.
Mit diesem System will der Bezirk eine historische Einordnung schaffen, ohne die Namen der Straßen sofort ändern zu müssen. Ob diese Tafeln die Diskussionen in den Stadtteilen beruhigen, wird sich erst in der Praxis zeigen.