Berlin: Höhere Löhne für Steinmetze und Steinbildhauer
Wer in Berlin (Hauptstadt und Land der Bundesrepublik Deutschland) als Steinmetz oder Steinbildhauer arbeitet, kann sich auf feste Lohnregeln verlassen. Die Senatorin für Arbeit, Cansel Kiziltepe, hat den Lohntarifvertrag für diese Branche für allgemeinverbindlich erklärt. Die Entscheidung wurde am 24. August 2026 im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist damit ab sofort gültig.
Das bedeutet konkret: Die Lohnregeln gelten nun für alle Arbeitnehmer in diesem Handwerk, egal ob der Chef eigentlich in einem Tarifvertrag eingetragen ist oder ob die Arbeiter in einer Gewerkschaft sind. Betroffen sind unter anderem Leute, die Steine schleifen, fräsen oder setzen.
Im Vertrag gibt es sieben verschiedene Lohngruppen. Je nachdem, was genau der Arbeiter macht, liegt der Stundenlohn für das Jahr 2026 zwischen 13,90 Euro und 20,22 Euro. In anderen Bundesländern wie Hessen oder Rheinland-Pfalz gibt es solche verbindlichen Regeln bereits, in Berlin ist es nun das erste Mal.
Die Entscheidung kam zustande, weil die Steinmetz- und Bildhauer-Innung Berlin sowie die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt gemeinsam einen Antrag gestellt hatten. Auch der Tarifausschuss des Landes Berlin hatte die Maßnahme Ende Juli empfohlen.
Wer genau wissen will, welche Lohngruppe für ihn gilt, kann den Vertrag einsehen. Das geht in der Senatsverwaltung in der Oranienstraße 106 in Berlin. Man muss vorher einen Termin vereinbaren. Alternativ gibt es unter der Telefonnummer 030 9028-1457 Auskünfte zum Tarif.