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Berlin: Mobile Gärten gegen Hitze in Kreuzberg

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg testet drei bewegliche Pflanzenwände, um Passanten an heißen Sommertagen Schatten und Kühlung zu bieten.

In Berlin (Hauptstadt Deutschland) gibt es an vielen Stellen in der Innenstadt kaum Schatten. Das Problem ist, dass in den dicht bebauten Vierteln oft viele Leitungen im Boden liegen. Dort lassen sich keine echten Bäume pflanzen, die erst nach vielen Jahren richtig groß werden und kühlen.

Deshalb probiert das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg nun eine andere Lösung aus. Für drei Monate kommen drei mobile vertikale Gärten der Firma MobiGa zum Einsatz. Diese Pflanzenmodule werden an drei verschiedenen Stellen aufgestellt: am Kottbusser Tor in der Admiralstraße, an der Danneckerstraße am Rudolfplatz sowie an der Ecke Yorckstraße und Katzbachstraße.

Die Gärten sollen die Luft kühlen und den Menschen einen Ort bieten, an dem sie sich bei Hitze aufhalten können. Ein besonderes Detail ist die Technik dahinter: Die Module sammeln Regenwasser auf und nutzen es direkt zum Gießen der Pflanzen. Das spart Trinkwasser und hilft dabei, dass die Umgebung durch die Verdunstung kühler wird.

Der Bezirk möchte während der Testphase genau beobachten, wie gut die Gärten wirklich kühlen und ob die Menschen sie gerne nutzen. Auch die Technik wird an den verschiedenen Standorten geprüft. Der Hintergrund ist ein steigender Bedarf: Seit den 1950er Jahren gibt es im Bezirk etwa dreimal so viele Tage mit über 30 Grad wie früher. Vor allem ältere Menschen, Kinder und Kranke leiden unter dieser Hitze.

Zusätzlich zu den mobilen Gärten baut der Bezirk weitere öffentliche Trinkbrunnen aus, damit die Menschen an heißen Tagen genug Wasser finden.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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