Berlin Mitte: Gast löst Fehlalarm und greift Polizei an
Gegen 4 Uhr morgens gab es in einem Hotel in der Köpenicker Straße (Berlin Mitte) einen Fehlalarm. Ein 31-jähriger Gast hatte die Brandmeldeanlage missbräuchlich ausgelöst. Die Polizei rückte aus, um die Sache zu klären. Der Mann verhielt sich bereits bei der Ankunft der Beamten auffällig.
Die Polizisten wollten den Mann zu seinem Zimmer bringen, um seine Identität festzustellen. Doch als sie gemeinsam in den Fahrstuhl stiegen, bekam der Gast offenbar Panik. Plötzlich griff er die Beamten an und wehrte sich heftig. Die Polizisten versuchten, ihn mit körperlicher Gewalt zu bändigen, doch das funktionierte nicht.
Schließlich griff ein Beamter zu einem Distanzelektroimpulsgerät, einem sogenannten Taser. Erst nachdem der Stromschlag eingesetzt wurde, hörte der Mann auf sich zu wehren und konnte festgenommen werden. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass er mit 0,1 Promille kaum Alkohol im Blut hatte. Die Beamten vermuteten jedoch, dass er Medikamente oder Betäubungsmittel genommen hatte.
Der Mann hatte Rötungen am unteren Rücken erlitten und wurde deshalb in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde er ärztlich versorgt. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wurde ihm Blut entnommen, um die Drogenvermutung zu prüfen. Danach kam der Mann in einer psychiatrischen Fachstation unter.
Die Polizei ermittelt nun wegen des Missbrauchs von Notrufen, wegen des Angriffs auf Polizisten und wegen Widerstands. Die zuständigen Kommissariate der Polizeidirektion 5 führen die Ermittlungen. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.