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Berlin: Messerattacke und Rache mit Holzstange

In Charlottenburg ging ein Streit zwischen zwei Männern völlig aus dem Ruder. Erst flog ein Messer, dann eine Holzstange.

Gegen 18:15 Uhr kam es gestern in der Goethestraße in Charlottenburg-Wilmersdorf (Berlin) zu einem heftigen Streit. Ein 26-Jähriger und ein 29-Jähriger gerieten im Bereich eines Barbershops aneinander. Der Streit eskalierte schnell: Der 29-Jährige holte ein Messer heraus und stach auf den jüngeren Mann mehrfach ein.

Doch die Sache blieb nicht bei den Stichwunden. Ein weiterer 29-Jähriger, der mit drei oder vier anderen Leuten unterwegs war, griff nun ein. Er schlug dem Messer-Angreifer mit einer Holzstange gegen den Kopf. Danach floh der Verletzte in ein Gebäude in der Krummen Straße.

Die Polizei fand den Mann dort kurze Zeit später und nahm ihn vorläufig fest. Rettungssanitäter brachten den 26-Jährigen in ein Krankenhaus. Er muss dort stationär behandelt werden, ist aber nach aktuellem Stand nicht in Lebensgefahr.

Auch der Angreifer mit dem Messer wurde verletzt. Er erlitt eine Platzwunde am Kopf und kam ebenfalls ins Krankenhaus. Als die medizinische Behandlung abgeschlossen war, wurde er nicht nach Hause geschickt, sondern direkt in eine Polizeizelle gebracht. Gegen ihn bestand bereits ein Haftbefehl.

Der Mann mit der Holzstange konnte die Beamten ebenfalls identifizieren. Er wurde jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 (West) untersucht nun, warum die Männer sich überhaupt angegriffen haben.

Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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