Berlin: Mann mit Hammer und Auto angegriffen
In der Nacht zum 9. August kam es im Kirschweg in Altglienicke (Berlin) zu einem heftigen Streit. Gegen 23:45 Uhr gerieten ein 22-Jähriger und ein 29-Jähriger mit einer Gruppe von etwa vier Menschen aneinander. Die Situation eskalierte schnell. Die Gruppe schlug und trat die beiden Männer nieder.
Zuerst schien die Situation vorbei, als sich die Angreifer auf ein Grundstück zurückzogen. Doch dann kam ein 47-jähriger Mann aus der Gruppe zurück. Er hatte einen Hammer in der Hand und schlug damit erneut auf die beiden Opfer ein. Der 29-Jährige stürzte zu Boden, konnte sich aber wieder aufrichten.
Dann wurde es richtig gefährlich. Der 47-Jährige setzte sich in das Auto des 29-Jährigen. Er fuhr damit über den Gehweg direkt auf die beiden Männer zu. Er erfasste den 29-Jährigen frontal. Der Mann prallte gegen die Motorhaube und die Frontscheibe, bevor er über einen Gartenzaun auf ein Grundstück geschleudert wurde. Er wurde schwer verletzt.
Der 22-Jährige wurde am Bein verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, konnte die Klinik aber nach der ambulanten Behandlung wieder verlassen. Der schwerer verletzte 29-Jährige musste stationär im Krankenhaus bleiben. Die Retter versorgten ihn vor Ort und transportierten ihn weg.
Die Polizei konnte drei Verdächtige im Alter von 39, 42 und 47 Jahren ausfindig machen. Zeugen halfen dabei, die Männer zu identifizieren. Alle drei hatten wohl getrunken; die Atemalkoholtests waren positiv. Der 47-Jährige besaß zudem keinen gültigen Führerschein.
Die 39- und 42-Jährigen wurden nach einer Blutentnahme und der Aufnahme ihrer Fingerabdrücke wieder freigelassen. Der 47-Jährige wurde festgenommen und an den Kriminaldienst der Polizeidirektion 3 übergeben.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.