Berlin: Mann in U-Bahn antisemitisch bedroht
In der Nacht zum 15. August kam es in Berlin (Hauptstadt Deutschlands) zu einem hässlichen Vorfall in der U-Bahn-Linie U9. Ein 30-jähriger Mann war gegen Mitternacht unterwegs, als eine Gruppe junger Männer ihn im Waggon angriff. Die Gruppe soll den Mann mit antisemitischen Beleidigungen beschimpft und ihn schließlich bedroht haben.
Der Mann versuchte, der Situation zu entkommen. Am U-Bahnhof Berliner Straße stieg er schnell aus und drückte an einer Säule der BVG den Notrufknopf. Danach stieg er wieder in die Bahn ein, um seine Fahrt fortzusetzen. Doch die Gruppe ließ ihn nicht in Ruhe und verfolgte ihn weiter im Zug.
Am Bahnhof Eisenacher Straße sah sich der 30-Jährige gezwungen, erneut aus der U-Bahn zu steigen. Er suchte direkt einen nahegelegenen Polizeiabschnitt auf und erstattete dort Anzeige. Die Gruppe der Angreifer blieb nach seinen Angaben in der Bahn.
Die Polizei hat nun die Videoaufnahmen aus dem Zug und von den Bahnhöfen angefordert, um die Täter zu identifizieren. Da es sich um einen antisemitischen Angriff handelt, hat der Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft.