Zum Inhalt springen
newssofort.de

Berlin: Antisemitische Attacken in der U-Bahn

Ein 30-jähriger Mann wurde in der Nacht in einem Berliner U-Bahn-Waggon von einer Gruppe junger Männer beschimpft und bedroht.

Es geschah gegen Mitternacht in Berlin (Hauptstadt Deutschland). Ein 30-jähriger Mann fuhr mit der Linie U9, als er im Waggon auf eine Gruppe junger Männer traf. Die Gruppe soll den Mann antisemitisch beschimpft und ihn schließlich bedroht haben.

Der Mann stieg am U-Bahnhof Berliner Straße aus, um sich Hilfe zu holen. Er drückte dort an einer Säule der BVG den Notrufknopf. Danach stieg er wieder in die Bahn ein und fuhr weiter. Doch die Gruppe ließ ihn nicht in Ruhe und verfolgte ihn offenbar weiter durch den Zug.

Am U-Bahnhof Eisenacher Straße verließ der Mann die U-Bahn ein zweites Mal. Er suchte direkt einen nahegelegenen Polizeiabschnitt auf und erstattete dort Anzeige. Die Gruppe der jungen Männer blieb währenddessen in der U-Bahn.

Die Polizei hat nun die Videoaufnahmen aus dem Zug und von den Bahnhöfen angefordert, um die Täter zu identifizieren. Da es sich um antisemitische Beleidigungen handelt, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.

Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizei Berlin – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Berlin

Alle ansehen