Berlin: Mann im Südpark mit Messer bedroht
Es geschah gestern Nachmittag gegen 17 Uhr im Südpark in Berlin-Wilhelmstadt (Berlin). Ein 38-jähriger Mann wurde an der Ecke Heerstraße und Jaczostraße von einem anderen Mann angesprochen. Der Fremde, der ebenfalls 38 Jahre alt ist, fragte ihn direkt, ob er homosexuell sei.
Als der Mann dies bejahte, änderte sich die Situation schnell. Der Unbekannte zog ein Messer aus seinem Hosenbund und drohte ihm damit, ihn zu verletzen. Das Opfer konnte sich aus der Situation befreien und rief sofort die Polizei.
Die Beamten suchten die Gegend ab und konnten den Verdächtigen noch in der Nähe des Parks festnehmen. Bei ihm fanden die Polizisten auch das Messer, das sie sicherstellten.
Auf dem Weg zum Polizeigewahrsam kam eine weitere Überraschung ans Licht: Gegen den 38-Jährigen lief bereits eine offene Fahndung. Diese wurde jedoch erledigt, nachdem er einen Geldbetrag bezahlt hatte. Nachdem die Polizei alle notwendigen Daten aufgenommen hatte, wurde der Mann wieder entlassen.
Da es sich um eine mögliche Hasscrime handelt, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.