Berlin: Mann hielt Supermarktmitarbeiterin stundenlang gefesselt fest
Es geschah am Abend des 10. Juli gegen 22 Uhr in einem Supermarkt in der Hildburghauser Straße in Berlin (Hauptstadt Deutschland). Ein 29-jähriger Mann überfiel dort eine Mitarbeiterin. Er bedrohte die Frau mit einem Messer und setzte Pfefferspray ein. Dann fesselte er sie, um sie in seine Gewalt zu bringen. Bei dem Angriff erlitt die Frau leichte Verletzungen.
Der Mann forderte von der Frau unter anderem Geld. Die Situation dauerte viele Stunden an. Die Polizei schickte eine Verhandlungsgruppe und Spezialeinheiten des Landeskriminalamts zum Einsatzort. Die Beamten hielten über die gesamte Zeit Kontakt zu dem Mann, um die Lage zu beruhigen.
Am nächsten Morgen, dem 11. Juli gegen 9:20 Uhr, griffen die Spezialeinheiten schließlich zu. Sie überwältigten den Verdächtigen mit einem sogenannten Distanzelektroimpulsgerät, einem Taser. Dabei wurde der 29-Jährige leicht verletzt. Die Polizisten konnten die gefesselte Frau befreien. Danach kamen sowohl die Frau als auch der Mann zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus.
Nach dem Einsatz wurde der Mann festgenommen. Er wurde einem Richter beim Bereitschaftsgericht vorgeführt. Dieser schickte ihn auf Antrag der Staatsanwaltschaft direkt in Haft. Ihm werden erpresserischer Menschenraub, versuchte besonders schwere räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.
Die 5. Mordkommission des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen. Ob es weitere Hintergründe für die Tat gab, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.