Berlin: Drohung mit Schusswaffe bei Geldstreit
Gegen 23 Uhr trafen sich vorgestern Nacht zwei Gruppen von Männern in der Borussiastraße in Berlin (Tempelhof). Auf der einen Seite standen drei Männer im Alter von 23, 30 und 31 Jahren. Ihnen gegenüber standen drei weitere Männer, die 23, 24 und 25 Jahre alt sind. Die Gruppen wollten gemeinsam über eine Geldforderung sprechen.
Während des Gesprächs eskalierte die Situation. Ein 24-Jähriger soll eine Schusswaffe gezückt und damit den 23-Jährigen der Gegenseite bedroht haben. Er wollte so den Druck erhöhen, damit das Geld schnell ausgezahlt wird. Als der Bedrohte das Geld gerade übergeben wollte, flüchteten die drei Tatverdächtigen schnell in Richtung Tempelhofer Damm.
Die Polizei suchte die Männer und fand sie schließlich an der Kreuzung Ringbahnstraße und Tempelhofer Damm. Dort wurden die drei Männer festgenommen. Bei der Flucht soll der 23-Jährige aus der Gruppe der Tatverdächtigen die Waffe einfach weggeworfen haben. Die Beamten fanden die Faustfeuerwaffe samt Munition. Es handelte sich dabei um eine scharfe Waffe.
Nach der Festnahme brachte die Polizei den 24-Jährigen in ein Gewahrsam, um seine Identität festzustellen. Später wurde er wieder entlassen. Auch seine mutmaßlichen Komplizen konnten nach der Befragung wieder gehen.
Das Fachkommissariat der Polizeidirektion 4 (Süd) hat den Fall übernommen. Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.