Berlin-Lichtenberg plant neues Zentrum für die medizinische Versorgung
Im Rathaus Lichtenberg (Berlin) fand am Mittwoch, den 2. September 2026, der dritte Gesundheitsgipfel statt. Unter dem Motto „Medizinische Versorgung 3.0“ ging es vor allem um eine neue Idee: Ein Gesundheitskompetenzzentrum für den Bezirk soll entstehen.
Das Ziel ist, dass die medizinische Versorgung, die Beratung und die Vorsorge besser ineinandergreifen. Die Menschen in Lichtenberg sollen so einfacher an Hilfe kommen. Die Bezirksstadträtin Dr. Catrin Gocksch erklärte, dass die Versorgung nicht nur gesichert, sondern zukunftsfähig gemacht werden müsse. Das Zentrum soll ein Ort sein, an dem Pflege, soziale Dienste und Ärzte enger zusammenarbeiten.
Die Zusammenarbeit gibt es eigentlich schon seit 2024. In einem Bündnis arbeiten Ärzte, Kliniken, Krankenkassen und die Verwaltung zusammen. Daraus sind bereits erste Projekte entstanden. So wird zum Beispiel geschaut, wie man mehr Fachkräfte für den Bezirk gewinnt, wie man bei der Nachfolge von Arztpraxen hilft oder wo man neue Räume für Praxen findet.
Ein wichtiger Hintergrund ist eine Berliner Erklärung von Juni 2026. Darin wurde festgelegt, dass die Zusammenarbeit zwischen ambulanten Praxen und stationären Krankenhäusern besser werden muss. Das geplante Zentrum in Lichtenberg soll genau das umsetzen und die verschiedenen Anbieter vor Ort vernetzen.
Während des Gipfels gab es Vorträge zur Zukunft der Erstversorgung. Danach diskutierten die Teilnehmer an drei Tischen über die Finanzierung, den Standort und die Vernetzung. Die Ergebnisse aus diesen Gesprächen fließen nun direkt in die weitere Planung des Zentrums ein.
Zum Abschluss gab es im Rathaus noch einen Willkommensabend. Dort konnten neue Ärzte, Pfleger und Therapeuten in lockerer Runde Kontakte knüpfen und den Standort Lichtenberg kennenlernen.
Wie genau die Finanzierung aussieht und wo genau das Zentrum entstehen soll, wird in den nächsten Planungsschritten geklärt.