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Berlin: Jagd auf Wahlplakat-Zerstörer in mehreren Bezirken

In der ganzen Stadt wurden Wahlplakate abgerissen, beschmiert oder angezündet. Die Polizei nahm mehrere Verdächtige fest und sicherte sogar eine Leiter.

In Berlin (Hauptstadt Deutschlands) gab es innerhalb kurzer Zeit eine Serie von Angriffen auf Wahlplakate. Die Polizei war deshalb gestern und in der Nacht an verschiedenen Orten im Einsatz. In allen Fällen ermittelt nun der Staatsschutz des Landeskriminalamtes.

Am Vormittag ging es in Friedrichshagen los. Gegen 9 Uhr fanden die Beamten am Fürstenwalder Damm zwei Plakate, die jemand heruntergerissen und zerstört hatte. Zwei Stunden später beobachteten Zeugen in Lichtenberg zwei Männer. Diese nahmen ein Plakat von einer Laterne, steckten es in eine Tüte und verschwanden in Richtung Kubornstraße.

In der Nacht wurde es hektischer. Zwischen 1:40 Uhr und 2 Uhr entdeckten Streifenwagen in Buckow und Gropiusstadt weitere Schäden. Am Kölner Damm war ein Plakat beschmiert, an der Lipschitzallee war eines komplett zerstört.

Fast zeitgleich gab es einen Einsatz in Lichterfelde. Ein Zeuge sah am Platz des 4. Juli eine Gruppe von Leuten, die mit einer Leiter Plakate von Laternen holten und in Autos luden. Die Polizei konnte die beiden Fluchtfahrzeuge in Richtung Osteweg anhalten. Im ersten Wagen saßen zwei Männer, 19 und 20 Jahre alt. Die Beamten fanden dort 18 gestohlene Plakate und die Leiter. Im zweiten Wagen saß ein weiterer 20-Jähriger. Die Polizei nahm die Plakate, die Leiter und eine Astschere mit. Die drei Männer wurden nach der Befragung wieder auf freien Fuß gesetzt.

Kurz darauf, gegen 2:15 Uhr, passierte etwas im Amalienpark in Pankow. Dort beschädigten vier Männer und eine Frau ein Plakat. Laut einem weiteren Zeugen flüchteten die Leute danach mit einem BVG-Bus vom Ort.

Das letzte Ereignis ereignete sich gegen 4 Uhr in Schöneberg. An der Ecke Potsdamer Straße und Großgörschen Straße brannte ein Wahlplakat. Direkt daneben fanden die Polizisten einen 35-Jährigen. Dieser gab zu, das Feuer gelegt zu haben. Passanten berichteten zudem, dass an der Potsdamer Straße noch zwei weitere Plakate brannten, die aber bereits gelöscht worden waren. Weil der Mann sich sehr merkwürdig verhielt, brachten ihn die Beamten in ein Krankenhaus zur psychiatrischen Betreuung.

Die Polizei prüft nun, ob der Mann aus Schöneberg auch für die anderen Brände verantwortlich ist. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Berlin – zur Originalmeldung

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