Berlin: Hertha BSC darf Stadion-Pläne konkret prüfen
Die Expertenkommission hat ihr Urteil gefällt: Das Grundstück an der Jesse-Owens-Allee in Berlin (Hauptstadt Deutschlands) ist grundsätzlich geeignet für ein neues Stadion. Damit gibt es grünes Licht für den Zweitligisten Hertha BSC. Die Kommission empfiehlt dem Verein nun, beim Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf eine offizielle Bauvoranfrage zu stellen.
Bevor es zu dieser Entscheidung kam, hat eine Prüfgruppe aus verschiedenen Verwaltungen seit dem Herbst 2024 gearbeitet. In acht Sitzungen wurden alle wichtigen Punkte unter die Lupe genommen. Dabei ging es vor allem darum, ob die Verkehrsanbindung passt, was das Baurecht vorschreibt und wie es mit dem Umweltschutz und dem Lärm aussieht. Auch der Denkmalschutz und die Auswirkungen auf das bestehende Olympiastadion wurden genau geprüft.
Mit der Bauvoranfrage kann das Stadtplanungsamt nun klären, ob die Pläne rechtlich überhaupt umsetzbar sind. Wenn der Verein einen positiven Bescheid bekommt, weiß er genau, welche Anforderungen an Verkehr und Umwelt gestellt werden. Das ist wichtig, damit Hertha BSC danach einen Investor suchen kann, um das Geld für das Projekt zu sichern.
Es gibt allerdings eine klare Bedingung vom Land Berlin: Die Stadt darf kein Geld für die Erschließung des Grundstücks bezahlen. Außerdem darf die Olympiastadion GmbH durch den Neubau keine wirtschaftlichen Nachteile haben.
Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Sportsenatorin Iris Spranger begrüßen das Ergebnis. Sie sehen in einem eigenen Fußballstadion einen Gewinn für den Verein und den Sportstandort Berlin. Wie es nun konkret mit dem Bauantrag und der Finanzierung weitergeht, bleibt abzuwarten.