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Berlin führt 13-Punkte-Plan gegen Gewalt an Schulen ein

Nach einer großen Umfrage unter Schülern und Lehrern reagiert die Stadt mit neuen Regeln. Gewalt und Druck im Klassenzimmer sollen künftig härtere Folgen haben.

An den Schulen in Berlin (Hauptstadt und Land) soll es sicherer werden. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat einen Plan mit 13 Maßnahmen vorgestellt. Grund dafür ist ein sogenanntes Gewaltbarometer. Dabei wurden mehr als 14.000 Schüler sowie über 2.500 Lehrer und pädagogische Mitarbeiter befragt. Sie berichteten von Gewalt, Konflikten, Diskriminierung und dem Druck, sich an die Masse anpassen zu müssen.

Die Stadt will nun an mehreren Stellen gleichzeitig ansetzen. Zum einen gibt es mehr Hilfe zur Vorbeugung. Es soll eine digitale Plattform für Beratung geben, die Jugendliche und Eltern frühzeitig unterstützt. Zudem sollen Familienklassenzimmer und spezielle Angebote wie TLG+ ausgebaut werden. In Gesprächen über die Entwicklung der Schüler sollen soziale Probleme und Konflikte künftig eine größere Rolle spielen.

Zum anderen gibt es nun klarere Regeln für den Schulalltag. Berlin plant einheitliche Grundregeln für die Hausordnungen aller Schulen. Wenn es zu Gewalt oder Krisen kommt, soll es einen festen Katalog an Maßnahmen geben, die überall gleich angewendet werden. Ein wichtiger Punkt ist dabei der religiöse Druck: Niemand soll an einer Schule unter Druck gesetzt werden, weil er anders glaubt oder lebt.

Wer Gewalt ausübt, muss mit verbindlicheren Reaktionen rechnen. Schwere Vorfälle sollen nach einem einheitlichen System aufgeschrieben und aufgearbeitet werden. Bei komplizierten Fällen sollen die Schulen enger mit der Jugendhilfe zusammenarbeiten. Außerdem prüft die Stadt, ob die aktuellen Erziehungsstrafen verschärft werden müssen. Es wird derzeit geklärt, wie Anti-Gewalt-Trainings und sozialpädagogische Intensivmaßnahmen rechtlich verbindlich gemacht werden können.

Die 13 Maßnahmen sind ein erster Schritt. Weitere Punkte aus dem Arbeitsprozess mit Experten und Wissenschaftlern werden derzeit noch beraten und konkretisiert. Die Details zu den Zielen und dem Zeitplan sind in einem beigefügten Dokument veröffentlicht.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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