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Berlin-Friedrichshain: Ausschreitungen und Brandstiftung am Wochenende

In der Rigaer Straße und an der Liebigstraße brannten Mülltonnen und Baustellenzäune. Unbekannte bewarfen die Polizei mit Flaschen und Pyrotechnik.

Am vergangenen Wochenende kam es in Berlin (Hauptstadt Deutschland) im Stadtteil Friedrichshain zu zwei verschiedenen Vorfällen mit Gewalt und Feuer. Bereits am Samstag, dem 11. Juli, ging gegen 1:30 Uhr ein Notruf ein. Ein Zeuge hatte brennende Gegenstände an der Kreuzung Rigaer Straße und Liebigstraße bemerkt. Dort standen etwa 20 Menschen in dunkler Kleidung um die Flammen herum.

Die Leute hatten Unrat und eine Absperrung einer Baustelle angezündet. Als die Beamten vom Abschnitt 51 und der Brennpunkt- und Präsenzeinheit eintrafen, verschwand die Gruppe schnell vom Ort. Die Feuerwehr löschte die Feuer. Zurück blieben beschädigte Kunststoffteile der Baustellensicherung und Brandspuren auf dem Asphalt.

Später am selben Samstag gab es eine Kundgebung, die tagsüber noch ruhig verlaufen war. Doch gegen 23:10 Uhr bemerkte eine Hundertschaft der Polizei in der Rigaer Straße, dass eine große Gruppe illegal Pyrotechnik zündete. Die Situation spitzte sich kurz darauf weiter zu.

Gegen 0:50 Uhr rollten mehrere Menschen aus einem Hausausgang in der Rigaer Straße Mülltonnen auf die Straße. Eine der Tonnen brannte bereits. Als die Polizisten versuchten, das Feuer zu löschen, griffen die Unbekannten an. Vom Dach des Hauses aus bewarfen sie die Beamten mit einer Glasflasche und schossen mit Pyrotechnik auf sie. Verletzungen gab es zum Glück nicht.

Während des Einsatzes griffen die Beamten bei zwei Menschen zu freiheitsbeschränkenden Maßnahmen. Insgesamt leitete die Polizei vier Strafverfahren ein. Dabei geht es unter anderem um den Verdacht des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und den besonders schweren Fall des Landfriedensbruchs.

Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Berlin – zur Originalmeldung

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