Berlin-Friedrichshain: Ausschreitungen und Angriffe auf Polizei
In der Nacht vom Samstag auf Sonntag blieb es in Berlin-Friedrichshain (Berlin) unruhig. Gegen 1:30 Uhr meldete ein Zeuge, dass an der Kreuzung Rigaer Straße und Liebigstraße Gegenstände brannten. Etwa 20 Menschen, die alle dunkle Kleidung trugen, hatten sich um die Feuer versammelt. Es brannte Unrat und eine Absperrung von einer Baustelle. Als die Beamten des Abschnitts 51 und der Brennpunkt- und Präsenzeinheit eintrafen, verschwand die Gruppe schnell. Die Feuerwehr löschte die Brände. Durch das Feuer wurde der Asphalt beschädigt und die Kunststoff-Absperrung der Baustelle ging kaputt.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich bereits am Samstagabend. Zuvor hatte es eine Kundgebung gegeben, bei der erst nichts passierte. Doch gegen 23:10 Uhr bemerkten Beamten einer Hundertschaft in der Rigaer Straße, dass eine große Gruppe von Menschen dort illegal Pyrotechnik zündete.
Kurz nach Mitternacht, gegen 0:50 Uhr, eskalierte die Situation weiter. Mehrere Menschen rollten aus einem Hausausgang in der Rigaer Straße Mülltonnen auf die Straße. Eine der Tonnen stand bereits in Flammen. Als die Polizisten versuchten, das Feuer zu löschen, griffen Leute vom Dach des Hauses an. Sie beschossen die Beamten mit Pyrotechnik und warfen eine Glasflasche auf sie. Verletzungen gab es zum Glück nicht.
Im Zuge der Einsätze griffen die Beamten bei zwei Menschen zu freiheitsbeschränkenden Maßnahmen. Zudem wurden vier Strafverfahren eingeleitet. Es geht unter anderem um den Verdacht auf einen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz und den besonders schweren Fall des Landfriedensbruchs.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.