Zum Inhalt springen
newssofort.de

Berlin erinnert an Deportationen und Vertreibung

Mit einem großen Festival in der Urania haben die Kultur- und Erinnerungstage 2026 gestartet. Bis zum 5. September gibt es in der Hauptstadt zahlreiche Veranstaltungen.

Am Samstag, den 22. August, ging es in Berlin (Hauptstadt Deutschlands) mit dem Eröffnungsfestival „Gemeinsam Stärker“ los. In der Urania kamen über 600 Menschen zusammen. Es war eine bunte Mischung aus verschiedenen Generationen: Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene feierten gemeinsam. Auf dem Programm standen klassische Musik, traditionelle Beiträge und moderner Tanz.

Die Veranstaltung wurde von Walter Gauks auf den Weg gebracht, der als Ansprechperson für diese Gruppen fungiert. Die Erinnerungstage dauern noch bis zum 5. September an verschiedenen Orten in der Stadt. Es gibt Konzerte, Fachgespresse, Sonderführungen und Kranzniederlegungen. Ziel ist es, dass Politik und Bürger besser miteinander ins Gespräch kommen und man gemeinsam an die Freiheit und Demokratie erinnert.

Ein wichtiger Termin steht am 28. August an. Dann findet die große Gedenkveranstaltung im Roten Rathaus (Rathausstraße 15) statt, die bereits um 12:30 Uhr beginnt. Dort sprechen unter anderem der Regierende Bürgermeister Kai Wegner und die Senatorin Cansel Kiziltepe. Später, ab 16:00 Uhr, gibt es eine Kranzniederlegung am Gedenkstein für die Russlanddeutschen auf dem Parkfriedhof Marzahn im Wiesenburger Weg 10. Neben Reden gibt es dort Musik, Tanz und das Theaterstück „Die Enkel des Gulags“.

Der Hintergrund ist düster: Vor genau 85 Jahren, am 28. August 1941, gab es einen stalinistischen Erlass. Die Deutschen in der Sowjetunion wurden damals kollektiv verdächtigt, massenhaft deportiert und jahrelang unterdrückt. Zudem wird an die Charta der deutschen Heimatvertriebenen von 1950 erinnert, in der man sich gegen Rache und für den Frieden entschied.

Den Abschluss der Reihe bildet eine feierliche Kranzniederlegung am 5. September. Diese findet ab 15:30 Uhr am Mahnmal „Ewige Flamme“ am Theodor-Heuss-Platz statt. Hier werden die Opfer von Krieg, Flucht und Vertreibung gewürdigt.

Wer das komplette Programm wissen möchte, kann es sich unter www.berlin.de/lb/intmig/_assets/ansprechpartner-fuer-deutsche/programm_kultur—und-erinnerungstage-2026.pdf herunterladen oder eine E-Mail an [email protected] schreiben.

Quelle: Berlin – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Berlin

Alle ansehen