Berlin: Bürgeramt und Wahlamt kommen in Kieze
Wer in Friedrichshain-Kreuzberg (Berlin) wohnt, muss für Behördengänge im August nicht unbedingt ins Rathaus. Das Kiezbürgeramt und das Bezirkswahlamt ziehen gemeinsam los und besuchen vier soziale Einrichtungen im Bezirk. Das Ziel ist es, die Verwaltung direkt zu den Menschen zu bringen, die normalerweise Schwierigkeiten haben, die regulären Ämter zu erreichen.
Die Mitarbeiter helfen vor Ort bei typischen Aufgaben des Bürgeramtes. Es geht vor allem um Meldeangelegenheiten und Ausweise. Wer kein aktuelles Passfoto hat, kann sich bei Bedarf direkt vor Ort ein biometrisches Foto machen lassen.
Parallel dazu gibt das Bezirkswahlamt Tipps für die Berlin-Wahl am 20. September 2026. Die Beamten erklären, wer wählen darf und wie man in das Wahlverzeichnis kommt. Das ist besonders wichtig für Menschen ohne feste Meldeadresse, da für sie spezielle Fristen und Regeln gelten. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann seine Stimme sogar direkt bei diesen Terminen abgeben.
Die Termine sind wie folgt verteilt:
Am Montag, den 17. August, sind die Mitarbeiter von 9 bis 14 Uhr in der Tagesstätte „Am Wassertor“ im Segitzdamm 46. Am Dienstag, den 18. August, geht es von 16 bis 20 Uhr in die Wohnungslosentagesstätte Bürgerhilfe und Wärmestube in der Cuvrystraße 11–12.
Am Mittwoch, den 19. August, ist das Team von 11 bis 16 Uhr im Zentrum GITSCHINER 15 in der Gitschiner Straße 15 anzutreffen. Den Abschluss bildet der Donnerstag, der 20. August, ebenfalls von 11 bis 16 Uhr im AWO Kiez-Café in der Petersburger Straße 92.
Das Angebot steht grundsätzlich allen Bürgern offen, richtet sich aber gezielt an Menschen in schwierigen Lebenslagen. Ob dieses mobile Angebot dauerhaft beibehalten wird, ist bislang nicht bekannt.