Berlin: Bezirke fordern mehr Geld und Personal für neue Stadtviertel
In Berlin (Hauptstadt und Land der Bundesrepublik Deutschland) sollen gleichzeitig 24 neue Stadtquartiere entstehen. Doch die Bezirke warnen: So wie es jetzt läuft, geht es nicht gut. Am Donnerstag, den 20. August 2026, haben die Bezirksbürgermeister deshalb gemeinsam beschlossen, den Senat zur Hilfe zu rufen.
Das Hauptproblem ist, dass zwar viele neue Wohnungen geplant werden, aber die Dinge drumherum fehlen. Die Bürgermeister fordern, dass Kitas, Schulen, Arztpraxen und Kulturorte von Anfang an fest eingeplant und finanziert werden. Sie wollen keine „Wohnsilos“, in denen die Menschen nur schlafen, sondern lebendige Kieze mit Cafés, Spielplätzen und Begegnungsorten.
Besonders in Pankow ist der Druck groß. Dort sollen rund 26.000 neue Wohnungen entstehen. Bezirksbürgermeisterin Cordelia Koch sagt deutlich, dass Pankow zwar eigene Pläne erstellt hat, der Senat aber bei den Zusagen für Geld und Personal mauert. Ohne diese Unterstützung drohen Verzögerungen und eine schlechte Qualität der neuen Viertel.
Auch Martin Schaefer aus Lichtenberg betont, dass Wohnraum allein nicht reicht. Er fordert eine „Stadt der kurzen Wege“. Das bedeutet, dass die Arbeit, der Einkauf und die Kita nah beieinander liegen müssen. Er warnt davor, einfach nur bestehende Flächen zuzubauen, sondern will die großen Potenziale für neuen Wohnraum endlich nutzen.
Aktuell läuft die Planung im Senat ziemlich chaotisch ab. Verschiedene Stellen wie die Wohnungsbauleitstelle und die Senatskanzlei arbeiten teilweise nebeneinander her. Die Bezirke fordern deshalb eine zentrale Steuerung. Es soll eine Stelle geben, die alles koordiniert und verbindlich zusagt, wer welche Kosten übernimmt – sowohl beim Bau als auch beim späteren Betrieb der Einrichtungen.
Zudem fehlen in den Bezirksämtern schlichtweg die Leute. Die Mitarbeiter müssen oft mehrere riesige Projekte gleichzeitig stemmen, ohne dass neues Personal eingestellt wird. Der Senat soll daher für eine bessere personelle Ausstattung sorgen.
Ob und wann der Senat auf diese Forderungen eingeht, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen über die genaue Finanzierungslücke dauern an.