Berlin bekommt Preis für gute Unternehmensführung
Berlin (Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland) hat einen Preis gewonnen. Die Expertenkommission des Deutschen Public Corporate Governance-Musterkodex verleiht der Stadt den „Preis für Good Governance-Standards“. Dabei geht es darum, wie Berlin seine Beteiligungen an Unternehmen steuert.
Im Kern geht es um die Regeln, die 2024 neu aufgestellt wurden. Besonders gelobt wird, wie die Aufsichtsräte in den Landesunternehmen besetzt werden. Es gibt jetzt klare Vorgaben: Wer dort sitzt, muss die nötigen Fähigkeiten und Erfahrungen mitbringen. So muss mindestens eine Person sich richtig gut mit Finanzen und Rechnungen auskennen. Jemand anderes muss den Bereich beherrschen, in dem das Unternehmen eigentlich arbeitet. Außerdem wird darauf geachtet, dass die Leute unabhängig sind und keine Interessenkonflikte haben.
Das Besondere an dem Berliner Modell ist, dass es zwar feste Standards gibt, man aber in begründeten Fällen davon abweichen darf. Das nennt man „comply or explain“. So bleiben die Regeln streng, aber jedes Unternehmen hat noch genug Spielraum für eigene Entscheidungen.
Finanzsenator Stefan Evers sieht in der Auszeichnung eine Bestätigung für den Weg der letzten Jahre. Er betont, dass professionelle Aufsicht und verlässliche Regeln wichtig seien, die Unternehmen aber trotzdem unternehmerisch handeln müssen.
Die Preisverleihung findet am 10. September 2026 statt. Sie ist Teil des 8. ZU|kunftssalons Public Corporate Governance an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen.
Quelle: Berlin – zur Originalmeldung