Berlin bekommt 4,15 Millionen Euro für digitale Anträge
Wer in Berlin (Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland) ein Unternehmen führt, kennt den Stress mit den Formularen. Oft müssen Nachweise eingereicht werden, die die Behörden eigentlich schon selbst in ihren Registern haben. Das soll sich nun ändern. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe bekommt vom Bund insgesamt 4,15 Millionen Euro, um zwei große Digitalisierungsprojekte umzusetzen.
Das Ziel ist einfach: Weniger Bürokratie. Mit einem neuen System namens „NOOTS“ sollen Online-Anträge direkt mit den staatlichen Registern verknüpft werden. Wenn ein Unternehmer einen Antrag stellt, ruft die Behörde die nötigen Infos einfach digital ab. Der Firmenchef muss die Unterlagen dann nicht mehr selbst zusammensuchen und einreichen.
Das erste Projekt konzentriert sich auf Gaststätten, Finanzanlagenvermittler und das Schuldnerverzeichnis. Letzteres ist wichtig, wenn die Gewerbeämter prüfen, ob die Finanzen eines Betriebs stabil sind. Für dieses Vorhaben sind bis zu 2,75 Millionen Euro geplant.
Das zweite Projekt läuft zusammen mit der IHK Berlin. Hier geht es um Sach- und Fachkundenachweise. Wer zum Beispiel ein Bewachungsunternehmen gründen will, braucht bestimmte Prüfungen. Bisher muss man diese Zertifikate immer wieder vorlegen. Künftig sollen diese Nachweise in einem Register gespeichert werden, auf das die Behörden direkt zugreifen können. Hierfür sind bis zu 1,4 Millionen Euro vorgesehen.
Diese Schritte passen in einen größeren Plan. Berlin arbeitet bereits mit Bayern und Nordrhein-Westfalen an dem Konzept „Gründen in 24 Stunden“. Damit soll der Start eines neuen Business extrem beschleunigt werden. Die aktuellen Pilotprojekte liefern nun die technische Grundlage dafür.
Die Umsetzung der beiden Projekte soll bis zum Jahr 2027 abgeschlossen sein. Die Senatsverwaltung arbeitet dabei mit der IHK Berlin, Partnern aus Nordrhein-Westfalen und Bundesstellen zusammen.
Quelle: Berlin – zur Originalmeldung