Bergisch Gladbach hilft bei Waldbrand im Hürtgenwald
Seit Freitag sind ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr aus Bergisch Gladbach (Rheinisch-Bergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) im Einsatz. Sie helfen im Hürtgenwald im Kreis Düren, wo ein Waldbrand wütet. Die Bezirksregierung Köln hat dafür zwei spezielle Landeskonzepte aktiviert, an denen die Stadt beteiligt ist.
Schon am Freitagmorgen ging der erste Alarm ein. Der Wasserförderzug NRW aus Paffrath/Hand rückte aus. Das wichtigste Gerät dabei ist das Hochleistungspumpensystem (HFS). Mit dieser Technik können die Retter riesige Wassermengen über weite Strecken zur Brandstelle pumpen. Das ist besonders wichtig, wenn es in Wäldern brennt und keine Hydranten in der Nähe sind. Sechs Leute vom Löschzug 7 aus der Stadtmitte unterstützen die Mannschaft aus Paffrath/Hand dabei. Zusammen mit dem Wasserförderzug fuhr am Morgen auch ein Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz (LF 20 KatS) los.
Am Nachmittag kam ein weiterer Ruf. Die sogenannte Bereitschaft V des Landes NRW wurde alarmiert. Das ist ein Verbund aus Feuerwehren aus Leverkusen, dem Oberbergischen Kreis und dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Insgesamt sind etwa 140 Leute mit rund 30 Fahrzeugen auf dem Weg.
Da das normale Katastrophenschutz-Fahrzeug aus Bergisch Gladbach schon seit dem Morgen im Einsatz ist, schickt die Stadt nun Ersatz. Der Löschzug 10 aus Refrath stellt ein TLF 3000. Neun ehrenamtliche Einsatzkräfte besetzen den Wagen. Damit sind aktuell Leute aus den Löschzügen 6, 7 und 10 im Hürtgenwald im Einsatz.
In Bergisch Gladbach selbst ist die Sicherheit trotzdem gewährleistet. Die Landeskonzepte sind so geplant, dass die Hilfe in anderen Städten nicht unter der Unterstützung im Wald leidet. In der Stadt stehen weiterhin genug Leute der Feuer- und Rettungswachen sowie der Freiwilligen Feuerwehr bereit. Zudem bieten viele Kollegen aus ihrer Freizeit zusätzliche Hilfe an, falls es nötig wird.
Die Feuerwehr Bergisch Gladbach bleibt mit den Leuten im Wald und den Vorgesetzten in Kontakt. Wie lange der Einsatz im Hürtgenwald noch dauert, ist bislang nicht bekannt.