Bempflingen: Bodensee erreicht historischen Tiefstand
Im Bodensee ist der Wasserspiegel auf einen Rekordtiefstand gesunken. Das ist für Bempflingen (Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg) besonders wichtig, weil die Gemeinde ihr gesamtes Trinkwasser aus dem See bezieht.
Am 13. August wurde am Pegel Konstanz ein Wert von nur 275 Zentimetern gemessen. Das ist der niedrigste Stand für dieses Datum seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1850. Damit wurde sogar der alte Rekord aus dem Jahr 2003 übertroffen, als der See noch bei 300 Zentimetern lag.
Die Gründe für die Trockenheit sind vielfältig. In den Alpen gab es zu wenig Schnee, sodass kaum Schmelzwasser in den See floss. Zudem regnete es seit November 2025 kaum. Die starke Sommerhitze verschlimmerte die Lage, da das Wasser schnell verdunstete. An heißen Tagen verschwinden pro Sekunde bis zu 30 Kubikmeter Wasser aus dem See. Das entspricht etwa dem Volumen eines Tanklastwagens.
Die Gemeinde betont, dass die Wasserversorgung derzeit nicht akut gefährdet ist. Trotzdem sollen die Menschen verantwortungsvoll mit dem Wasser umgehen. Die Verwaltung rät dazu, kurz zu duschen statt zu baden und die Waschmaschine nur voll zu beladen. Den Garten sollte man nur morgens oder abends gießen, am besten mit Regenwasser. Auch beim Autowaschen oder beim Befüllen von Pools sollte man sparen. Undichte Leitungen sollen schnell repariert werden.
Kurzfristig wird der Wasserstand wegen der Jahreszeit wohl noch weiter sinken. Es gibt jedoch einen Lichtblick: Ab dem 16. oder 17. August könnte sich das Wetter ändern. Es werden kühlere Temperaturen und Regen erwartet. Weitere Informationen gibt es unter niz.baden-wuerttemberg.de.