Badeverbot für den BUGA-See in Kassel
Wer in Kassel (Hessen) im BUGA-See eine Abkühlung suchen wollte, wird enttäuscht. Seit dem 3. August gilt dort ein striktes Badeverbot. Grund dafür sind Blaualgen, die sich im Wasser massiv vermehrt haben. Das Gesundheitsamt der Region Kassel hat die Maßnahme angeordnet, um die Badegäste zu schützen.
Die aktuelle Wetterlage hat die Algen regelrecht befeuert. Der Juli 2026 war in Hessen der trockenste Juli, seit es Aufzeichnungen gibt. Es war ungewöhnlich heiß und die Sonne schien etwa 40 Prozent mehr als sonst. Das Wasser wurde dadurch sehr warm, der Pegel sank und die Sonne strahlte intensiv in den See. Für die Bakterien, die man im Alltag als Blaualgen bezeichnet, waren das perfekte Bedingungen.
Das Problem dabei ist, dass einige dieser Bakterien Stoffe bilden, die für Menschen und Tiere giftig sein können. Deshalb wird die Wasserqualität während der Badesaison ständig kontrolliert. In diesem Jahr reichte die Belastung jedoch aus, um das Baden komplett zu verbieten.
Die Stadt hatte eigentlich versucht, den See mit natürlichen Mitteln sauber zu halten. Große Wasserpflanzen wie Laichkräuter sollten die Nährstoffe aus dem Wasser ziehen und so den Algen den Platz wegnehmen. Doch selbst diese Pflanzen wuchsen dieses Jahr extrem stark. Im September will die Stadt nun mit einem speziellen Unterwassermähboot eingreifen, um die Pflanzen zurückzuschneiden und die Masse aus dem See zu holen.
Kassel ist mit diesem Problem nicht allein. Ähnliche Situationen gab es in den letzten Jahren schon oft an anderen Seen, zum Beispiel am Twistesee im Landkreis Waldeck-Frankenberg oder am Baldeneysee in Essen. Durch die längeren Hitzeperioden werden solche Badeverbote immer häufiger.
Die Stadt Kassel beobachtet die Wasserqualität weiterhin genau zusammen mit den Fachbehörden. Weitere Angaben dazu, wann das Verbot wieder aufgehoben wird, liegen bislang nicht vor.
Quelle: Kassel – zur Originalmeldung