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Baden-Baden: Vorsicht bei Online-Anträgen für Pflegegrade

Immer mehr Menschen beantragen Pflegeleistungen über das Internet. Die Stadt warnt jedoch vor privaten Anbietern, die dafür Geld verlangen.

Wenn ein Familienmitglied plötzlich pflegebedürftig wird, stehen Angehörige oft vor einem riesigen Berg an Arbeit. Einer der wichtigsten Schritte ist der Antrag auf einen Pflegegrad bei der Kranken- oder Pflegekasse. Viele erledigen das heute bequem online, um Zeit zu sparen.

Doch genau hier lauert eine Falle. Wer über Suchmaschinen nach dem Antrag sucht, landet oft auf Seiten von privaten Dienstleistern. Diese Firmen bieten Hilfe beim Ausfüllen an, verlangen dafür aber Geld oder schließen die Nutzer in kostenpflichtige Mitgliedschaften ab. Die Stadt Baden-Baden (Baden-Württemberg) stellt klar: Solche privaten Angebote sind nicht nötig. Man kann den Antrag ganz einfach und kostenlos direkt über die offizielle Webseite der eigenen Kasse stellen.

Wer Unterstützung braucht, muss nicht bezahlen. Die Pflegestützpunkte helfen kostenlos dabei, den Antrag richtig auszufüllen. Zudem erklären die Berater, wie das Verfahren abläuft und wie man sich am besten auf den Besuch des Medizinischen Dienstes vorbereitet. Das ist wichtig, damit die tatsächliche Situation zu Hause auch wirklich richtig beurteilt wird. Die Beratung ist neutral und unabhängig.

Tanja Fröhlich, die Leiterin des Pflegestützpunkts in Baden-Baden, betont, dass die Pflegebedürftigkeit Familien oft völlig unvorbereitet trifft. Deshalb sei es wichtig, frühzeitig verlässliche Infos zu bekommen. Die Hilfe vor Ort gibt es auf verschiedenen Wegen: per Telefon, in einem persönlichen Gespräch im Büro, per Videokonferenz oder sogar durch einen Hausbesuch.

Betroffene im Stadtkreis Baden-Baden erreichen den Pflegestützpunkt unter der Telefonnummer 07221 93-1400 oder per E-Mail unter [email protected]. Für Menschen im Landkreis Rastatt gibt es Unterstützung in Rastatt (Telefon 07222 381-2420, -2421, -2422), in Gaggenau (Telefon 07222 381-2424) oder in Bühl (Telefon 07223 9357130). Alternativ hilft die E-Mail-Adresse [email protected].

Quelle: Baden-Baden – zur Originalmeldung

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