Baden-Baden: Große Razzia in der Gastronomie
Am Freitagabend, dem 14. August 2026, war in Baden-Baden (Baden-Württemberg) einiges los. Die Stadtverwaltung, die Polizei und das Hauptzollamt Karlsruhe haben gemeinsam eine große Kontrollaktion gestartet. Insgesamt suchten die Beamten 13 Gastronomiebetriebe im gesamten Stadtgebiet ab und prüften die Papiere von 45 Arbeitnehmern.
Die Beamten fanden bei ihren Durchsuchungen viele Mängel. In einigen Läden wurde gegen den Jugendschutz, das Gaststättenrecht oder den Brandschutz verstoßen. Auch neue psychoaktive Stoffe wurden entdeckt. In einem Betrieb waren die hygienischen Bedingungen so schlecht, dass die Behörden das Ausgeben von Speisen sofort untersagten. In einer anderen Location wurde die Abgabe von Shishas verboten, weil die Regeln für Shisha-Bars in Baden-Baden nicht eingehalten wurden.
Neben den Mängeln in den Läden gab es auch rechtliche Probleme mit dem Geld. Die Einsatzkräfte stellten mehrere Verstöße bei der Meldung von Arbeitnehmern fest, was auf Schwarzarbeit hindeutet. Gegen zwei Betriebe wurden zudem Steuerstrafverfahren eingeleitet.
Ein Vorfall sorgte für Aufregung: Während einer Kontrolle versuchte ein Arbeitnehmer plötzlich zu fliehen, um der Prüfung zu entgehen. Die Leute von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit aus Rastatt waren jedoch schneller und stoppten den Mann nach einer kurzen Verfolgung.
Als die Beamten die Personalien prüften, kam heraus, dass der Mann bereits gesucht wurde. Er hatte wohl Leistungen der Agentur für Arbeit missbraucht und eine offene Geldforderung. Deshalb war er zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.
Die Sache ist damit aber noch nicht erledigt. Jetzt folgen umfangreiche Nachermittlungen. Die Behörden gleichen die Daten der Arbeiter vor Ort mit der Lohnbuchhaltung und den Finanzunterlagen der Firmen ab. Ob und inwieweit sich die Betreiber strafbar gemacht haben, klärt nun die zuständige Behörde. Die Ermittlungen dauern an.