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Baden-Baden setzt auf neue Wiesenpflege im Rotenbachtal

Copyright und Urheber siehe Baden-Baden

In einem Teil des ehemaligen Landesgartenschaugeländes wird die Natur mehr Raum gelassen. Eine neue Methode beim Mähen soll Insekten und Pflanzen helfen.

Im Rotenbachtal (Baden-Baden, Baden-Württemberg) an der Seufzerallee ändern sich die Regeln für die Grünflächen. Bisher wurden die Wiesen dort einfach gemulcht. Das bedeutet, das Gras blieb nach dem Mähen auf der Fläche liegen. Jetzt wird auf eine naturnahe Pflege umgestellt, damit die Artenvielfalt steigt.

Das Ganze funktioniert über die sogenannte Streifenmahd. Dabei wird die Wiese höchstens zweimal im Jahr mit einem handgeführten Balkenmäher geschnitten. Das Gras bleibt erst ein paar Tage liegen und wird dann komplett abgeräumt und entsorgt. Das Wichtigste dabei: Es wird nicht alles auf einmal gemäht. Ein Drittel bis die Hälfte der Fläche bleibt das ganze Jahr über als blühende Inseln oder lange Grasstreifen stehen.

Diese ungemähten Bereiche sind überlebenswichtig für die Natur. Insekten finden dort Nahrung und Schutz vor Feinden. Besonders Heuschrecken und andere kleine Tiere nutzen das alte Gras als Winterquartier oder zum Eierlegen. Da das Mähgut entfernt wird, sinkt zudem der Nährstoffgehalt im Boden. Das hilft heimischen Blumen, sich gegen starke Gräser durchzusetzen. Auch Wildbienen finden so bessere Stellen für ihre Eier.

Das Projekt ist Teil der Initiative „Naturerbe bewahren“. Finanziert wird die ökologische Aufwertung durch den Umweltfonds der Bürgerstiftung Baden-Baden. Die Stiftung arbeitet dabei mit dem Gartenamt, der Baden-Baden Tourismus GmbH und dem Forstamt zusammen. Die Flächen liegen im ehemaligen Landesgartenschaugelände, wo man bereits am Hungerberg und an der Engelswiese ähnliche Konzepte erfolgreich umsetzt.

Für die fachliche Umsetzung holt die Stadt Hilfe von außen. Seit 2025 arbeitet das Gartenamt mit der Firma Merkle & Partner Biodiversitätsmanagement zusammen. Die Experten haben die Methode der Insel- und Streifenmahd entwickelt und pflegen bereits andere Flächen im Stadtgebiet.

Quelle: Baden-Baden – zur Originalmeldung

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