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Bad Tabarz: Wissenschaftlerin zeigt Schülern echte Meteoriten

Copyright und Urheber siehe Bad Tabarz

Schüler der Gemeinschaftsschule „Am Inselsberg“ durften in der Gemeindebibliothek Gesteine aus dem Weltall bestaunen. Ein besonderes Stück aus der Region geht bald zurück nach Wien.

In der Gemeindebibliothek von Bad Tabarz (Landkreis Gotha, Thüringen) gab es für die 9. Klassen der Thüringer Gemeinschaftsschule „Am Inselsberg“ einen besonderen Unterrichtstag. Die Wissenschaftlerin Dr. Julia Walter-Roszjár vom Naturhistorischen Museum Wien war zu Gast und brachte echte Meteoriten mit.

Die Jugendlichen konnten die Steine aus nächster Nähe betrachten. Dabei waren unter anderem Fragmente des Canyon-Diablo-Meteoriten dabei. Dieser schlug vor etwa 50.000 Jahren in Arizona in den USA ein und hinterließ dort einen riesigen Krater, der über einen Kilometer breit ist. In ihrem eineinhalbstündigen Vortrag erklärte die Expertin, wie Sterne und Planeten entstehen und was Meteoriten über unser Sonnensystem verraten.

Der Besuch hat einen speziellen Grund: In der Bibliothek von Bad Tabarz liegt seit 2021 ein Teil des Tabarz-Meteoriten aus. Dieser schlug bereits am 18. Oktober 1854 in dem Ort nieder. Der Stein stammt aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und ist etwa 4,56 Milliarden Jahre alt. Er besteht aus Material, das dem Kern der Erde sehr ähnlich ist.

Wer den Tabarz-Meteoriten noch sehen möchte, muss sich beeilen. Bürgermeister David Ortmann teilte mit, dass das Objekt nur noch bis Ende des Jahres in der Bibliothek bleibt. Da der Stein der Republik Österreich gehört, muss er aus konservatorischen Gründen zurück in das Museum nach Wien gebracht werden.

Was die Gemeinde nach dem Ende der Leihgabe anstelle des Meteoriten in der Bibliothek ausstellt, ist bisher nicht bekannt.

Quelle: Bad Tabarz – zur Originalmeldung

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