Bad Tabarz spart tausende Euro bei Straßenbeleuchtung
In Bad Tabarz (Landkreis Gotha, Thüringen) wird die Straßenbeleuchtung Schritt für Schritt erneuert. Das Projekt war längst überfällig, denn der Zustand der Lampen war teilweise katastrophal. Ein Bericht der Thüringer Energienetze aus dem Jahr 2020 hatte das Ausmaß gezeigt: Von insgesamt 755 Lichtpunkten mussten 662 ausgetauscht oder grundlegend saniert werden. Viele der Lampen waren älter als 25 Jahre oder stammten noch aus der DDR-Zeit.
Das war nicht nur teuer, sondern auch gefährlich. Bürgermeister David Ortmann berichtet, dass in manchen Jahren bis zu fünf Masten einfach umgefallen sind. Vor allem die alten Betonmasten machten Probleme. Wasser drang durch Risse ein und sprengte bei Frost den Beton. In Forst passierte genau das: Ein Mast wurde regelrecht auseinandergesprengt.
Die Gemeinde ging nun systematisch vor. Um Geld zu sparen, wurden die neuen Lampen oft zusammen mit Gehwegsanierungen eingebaut. Bauamtsleiterin Stephanie Fröhlich erklärt, dass bisher 370 Lichtpunkte erneuert wurden. Insgesamt wurden 140 Masten ersetzt oder neu aufgestellt. Das betrifft fast alle Stadtteile, unter anderem die Friedrichrodaer Straße, die Lauchagrundstraße, die Langenhainer Straße, den Dammweg sowie die Walther-Rathenau-, Max-Alvary- und Inselsbergstraße und den Bereich Burgholz.
Die neue Technik spart ordentlich Geld. Die Verwaltung setzt nur noch auf zwei verschiedene, wartungsarme Leuchtentypen. Zudem bleiben die Lampen nachts zwischen 1 und 4 Uhr aus. Das Ergebnis ist deutlich: Obwohl es jetzt mehr Lampen gibt und die Strompreise gestiegen sind, sanken die Energiekosten seit Beginn der Sanierung um mehr als 85.000 Euro. Im Jahr 2024 lagen die Kosten bei etwa 45.000 Euro – das ist fast die Hälfte von früher.
Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Da es sich um einen laufenden Prozess handelt, wird es noch dauern, bis jede einzelne Leuchte erneuert ist. Die Gemeinde rechnet aber bereits jetzt mit einem einheitlicheren Ortsbild und mehr Sicherheit für die Bewohner.
Quelle: Bad Tabarz – zur Originalmeldung