Bad Tabarz baut Bach Laucha wieder natürlich aus
In Bad Tabarz (Landkreis Gotha, Thüringen) haben die Arbeiten an der Laucha begonnen. Seit dem 7. Juli wird auf dem Gelände des ehemaligen Schulgartens hinter dem KuKuNa gebaut, um den Bach wieder naturnäher zu gestalten.
Das Problem ist ein Erbe aus den 1970er Jahren. Damals wurde der Bach im Bereich des Hotels zur Post umgelegt und begradigt. Damit das Ufer hielt, wurden die Sohle und die Seiten mit Betonplatten befestigt. Das sieht nicht nur unnatürlich aus, sondern lässt das Wasser auch zu schnell abfließen.
Jetzt wird auf einer Strecke von etwa 50 Metern der Beton entfernt. Die Bauarbeiter modellieren das Gelände so um, dass die Laucha wieder Kurven bekommt und an einigen Stellen breiter wird. Auch die Uferbereiche werden teilweise abgeflacht.
Das hat einen wichtigen Grund: Wenn es stark regnet, fließt das Wasser in einem begradigten Betonkanal zu schnell weg. Durch den neuen, natürlichen Verlauf wird die Fließgeschwindigkeit gebremst und das Wasser kann besser zurückgehalten werden. Gleichzeitig finden Fische, Pflanzen und Tiere wieder einen besseren Lebensraum, und der Bach wird für die Menschen im Ort attraktiver.
Mit dem Projekt wird die Firma Hobohm & Grünewald GmbH aus Gotha beauftragt. Finanziert wird der Umbau unter anderem durch das LEADER-Programm der Europäischen Union, den Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums sowie durch Gelder aus dem Freistaat Thüringen.
Weitere Angaben zum Zeitplan der Arbeiten liegen bislang nicht vor.
Quelle: Bad Tabarz – zur Originalmeldung