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Bad Reichenhall: Stadtgärtner zeigen Plan für das Stadtgrün

Informationsrundfahrt der Reichenhaller Stadtgärtnerei Copyright und Urheber siehe Bad Reichenhall

Die Stadtgärtnerei Bad Reichenhall hat gemeinsam mit dem Bund Naturschutz eine Rundfahrt gemacht. Dabei ging es darum, welche Bäume die Stadt künftig vertragen und wie man mit Sturmschäden umgeht.

Die Stadtgärtnerei in Bad Reichenhall (Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern) hat ihre jährliche Informationsrunde gedreht. Zusammen mit dem Bund Naturschutz und dem Oberbürgermeister wurde durch die Stadt gefahren, um zu zeigen, wie es um die Bäume in der Alpenstadt steht. Im Mittelpunkt standen diesmal nicht nur Fällungen, sondern vor allem die Auswahl der richtigen Pflanzen für die Zukunft.

Ein schwieriger Ort ist der Bereich beim Hochseilgarten neben dem Nonner Stadion. Dort haben zwei schwere Stürme im Jahr 2025 eine richtige Lücke in den Baumbestand gerissen. Das Problem: Durch die entstandene freie Fläche bekommen die verbleibenden Buchen jetzt zu viel Sonne ab. Das führt zu Rissen in der Rinde, durch die Pilze eindringen können. Dadurch steigt die Gefahr, dass weitere Bäume abbrechen. Um das zu stoppen, pflanzt die Stadt drei große Lärchen und fördert junge Triebe.

Auch beim Parkplatz am Kirchberger Bahnhof wurde gearbeitet. Dort kamen vier neue sogenannte Klimabäume ins Spiel. Die Gärtner haben sich bewusst für Eichen entschieden, weil diese an diesem Standort am besten überleben.

Die Experten warnten jedoch vor Trends. Manche Bäume, wie der Blauglockenbaum oder der Götterbaum, gelten zwar oft als Zukunftsbäume, sind aber für die Innenstadt völlig ungeeignet. Ihre Wurzeln zerstören den Asphalt der Straßen und Gehwege. In der Schweiz sind diese Arten deshalb bereits seit 2024 verboten. In Bad Reichenhall musste letztes Jahr gegenüber dem Hotel Axelmannstein schon ein solcher Baum gefällt werden, weil er zu viele Schäden anrichtete.

Im Karlspark gibt es gute und schlechte Nachrichten. Das „Grüne Klassenzimmer“ wurde aufgewertet, die alten Sitzflächen wurden durch Baumstämme ersetzt. Auch der Baumlehrpfad wurde verbessert. Positiv ist, dass die Ulmen nach dem großen Ulmensterben von früher wieder erfolgreich angesiedelt werden konnten. Problematisch sind hingegen einige alte Linden gegenüber dem Hofwirt Salettl. Diese sind nicht mehr gesund und stark von Misteln befallen. Damit sie nicht umstürzen und Passanten gefährden, werden sie gekürzt und in sogenannte Habitatbäume verwandelt, die Tieren als Lebensraum dienen.

Die Stadt will in Zukunft transparenter mit den Bürgern kommunizieren. In der Wisbacherstraße gab es dazu bereits einen gemeinsamen Rundgang mit den Anwohnern. Die Gärtner betonen, dass man manchmal Bäume früher fällen muss, um rechtzeitig gesündere Arten zu pflanzen, anstatt alles mit Gewalt erhalten zu wollen. Bis 2027 sollen viele Neupflanzungen erfolgen, damit der Übergang vom alten zum neuen Bestand sanft verläuft.

Wer genau wissen will, welche Bäume wo gefällt oder gepflanzt werden, kann das „Baumprogramm 2026“ online einsehen. Dort gibt es detaillierte Lagepläne und die Gründe für die Maßnahmen.

Quelle: Bad Reichenhall – zur Originalmeldung

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