Bad Reichenhall leiht historische Kanone an Gebirgsschützen
In Bad Reichenhall (Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern) hat ein historisches Fundstück einen neuen Platz gefunden. Bisher lagerte ein Kanonenrohr im Depot des örtlichen Museums. Das Stück ist 2,50 Meter lang und wiegt etwa 60 Kilogramm. Die Kanone stammt aus dem 17. Jahrhundert und gehörte schon lange zum Bestand des Museums, war aber bisher nicht in der Dauerausstellung zu sehen.
Nun bekommt die alte Waffe eine neue Aufgabe. Die Stadt Bad Reichenhall stellt das Rohr dem Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien als Dauerleihgabe zur Verfügung. Die Gebirgsschützen betreiben in Kloster Benediktbeuern ein eigenes Dokumentationszentrum und wollen ihre Sammlung dort erweitern.
Damit die Kanone dort auch richtig präsentiert werden kann, lassen die Gebirgsschützen erst eine passende Lafette, also ein Untergestell, anfertigen. Zusammen mit einem Bild von Kaspar von Reiner soll die Kanone an die Geschichte der Stadt erinnern. Reiner hatte im Jahr 1809 die Verteidigung von Reichenhall gegen die Tiroler organisiert.
Bei der offiziellen Übergabe waren unter anderem Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung sowie Landeshauptmann Martin Haberfellner und Schatzmeister Günter Reichelt dabei. Der Oberbürgermeister betonte, dass es wichtig sei, die bayerische Kultur und die prägenden Epochen der Geschichte zu erhalten.
Die Kanone wird nun in Benediktbeuern museal in Stellung gebracht und ist dort für Besucher sichtbar.