Bad Pyrmont: Letzte Führung durch NS-Sonderausstellung
Am 26. Juli 2026 um 11 Uhr gibt es im Museum im Schloss in Bad Pyrmont (Landkreis Hameln-Pyrmont, Niedersachsen) eine besondere Gelegenheit. Die Museumsleiterin Melanie Mehring führt die Besucher ein letztes Mal öffentlich durch die Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus.
Besonders wichtig ist dieser Termin, weil es die letzte Chance ist, auch den Teil der Ausstellung in der „Villa am Palmengarten“ zu besichtigen. In der Schau geht es um Themen, die in der Stadt bisher kaum erforscht wurden. Gezeigt wird, wie die Nationalsozialisten in Pyrmont an die Macht kamen und wie sie die Gesellschaft gleichschalteten.
Die Ausstellung beleuchtet den Alltag der Menschen damals, die Rolle der lokalen NS-Elite und die Verfolgung von religiösen Minderheiten sowie politischen Gegnern. Auch der Ausschluss jüdischer Mitbürger aus der Gesellschaft, der Krieg und die Zwangsarbeit sind zentrale Themen der Führung.
Wer teilnehmen möchte, trifft sich direkt an der Museumskasse im Schloss. Die Führung selbst kostet nichts. Wer das Museum betreten will, zahlt normalerweise 4 Euro Eintritt. Für Kurgäste und Schwerbehinderte kostet es 3 Euro, für Schüler, Studenten und Arbeitslose 2 Euro. Mitglieder des Museumsvereins oder Besitzer einer PyrmontPlus Card kommen kostenlos hinein.
Wer nicht am 26. Juli dabei sein kann, hat noch eine Option: Individuelle Führungen für Gruppen können jederzeit direkt mit dem Museum vereinbart werden.