Bad Oldesloe: Autofahrer nutzen verbotene Abkürzung
Seit Mitte Juni ist die Einmündung der Graubauer Straße zur L 226 in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn, Schleswig-Holstein) komplett gesperrt. Wer in Richtung der Autobahn A21 will, muss eigentlich eine großräumige Umleitung nehmen. Doch viele Autofahrer suchen nach einem kürzeren Weg.
Direkt vor der Sperrung gibt es einen Wirtschaftsweg, der parallel zur L 226 verläuft und direkt zur Auffahrt der A21 führt. Dieser Weg ist eigentlich nicht für den normalen Verkehr gedacht und deshalb ebenfalls abgesperrt. Das stört jedoch viele Fahrer. Sie räumen die Absperrungen einfach beiseite oder stehlen sogar die Einfahrtsverbot-Schilder, um die Abkürzung nutzen zu können.
Die Polizei aus Bad Oldesloe hat deshalb genauer hingeschaut. Allein zwischen dem 25. und 30. August haben die Beamten dort mehr als 41 Autos gestoppt, die trotz des Verbots auf dem Weg unterwegs waren. Die Fahrer versuchten sich bei den Kontrollen mit fantasievollen Ausreden aus der Affäre zu ziehen. Das half ihnen jedoch nicht weiter: Jeder Verstöße musste ein Verwarngeld von 55 Euro bezahlen.
Die Polizei wird die Stelle auch in Zukunft weiter beobachten, um sicherzustellen, dass die Absperrungen respektiert werden. Ob es weitere Anzeigen gibt oder die Kontrollen verschärft werden, ist derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.