Bad Homburg: Rind-Denkmal wird für Jubiläum aufgefrischt
In der Altstadt von Bad Homburg vor der Höhe (Hochtaunuskreis, Hessen) wird derzeit ein wichtiges Stück Stadtgeschichte aufgewertet. An der Ecke Rind’sche Stiftstraße und Mußbachstraße arbeiten zwei Männer konzentriert am Rind-Denkmal. Es sind Hermann und Luca Freymadl. Vater und Sohn sind beide Experten für Steinmetz- und Restaurationsarbeiten und reinigen den über 125 Jahre alten Sandstein mit einem speziellen, chemiefreien Verfahren.
Das Denkmal ist in einem guten Zustand, aber die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Die beiden Fachmänner prüfen nun offene Fugen und alte Ausbesserungen. Besonders wichtig ist die Inschrift: Diese war verblasst und wird jetzt anhand von alten Farbresten originalgetreu neu gestaltet, damit man sie wieder besser lesen kann. Das Ziel ist, dass das Denkmal nicht wie neu aussieht, sondern sorgfältig bewahrt wirkt.
Der Anlass für die Arbeiten ist ein Doppeljubiläum. Das Denkmal erinnert an Johann Christian Rind, einen Kaufmann und Finanzier, der vor 250 Jahren die Rind’sche Bürgerstiftung gründete. Diese hilft bis heute älteren Menschen in der Stadt. Das Denkmal selbst wurde am 28. September 1898 eingeweiht.
Um diesen Anlass zu feiern, laden der Verein für Geschichte und Landeskunde sowie die Rind’sche Bürgerstiftung alle Interessierten ein. Am 15. August startet ab 11 Uhr ein Programm direkt am frisch sanierten Denkmal in der Altstadt. Der Geschichtsverein stellt eine Festschrift vor und das Museum Gotisches Haus zeigt ein Porträt des Stifters. Außerdem präsentiert die Homburger Schützengesellschaft die diesjährige Freiheitsscheibe, die sich ebenfalls mit dem Stifter und seiner Stiftung befasst.
Wer an der Feier teilnehmen möchte, kann sich unter www.geschichtsverein-hg.de/rind anmelden, damit der Verein besser planen kann.