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Bachem bekommt neues Löschfahrzeug für den Katastrophenschutz

Copyright und Urheber siehe Losheim am See

Nach langer Wartezeit ist die neue Ausrüstung für die Feuerwehr in Bachem eingetroffen. Das moderne Fahrzeug bietet deutlich mehr Möglichkeiten bei Waldbränden und Unwettern.

In Bachem (Gemeinde Losheim am See, Saarland) herrschte am vergangenen Mittwoch große Aufregung. Die Freiwillige Feuerwehr hat endlich ihr neues Einsatzfahrzeug, ein sogenanntes LF 20 KatS, erhalten. Damit wird ein Wagen ersetzt, der seit 1993 im Dienst war und über 30 Jahre lang zuverlässig gearbeitet hatte.

Die Anschaffung war ein Glücksgriff für die Gemeinde. Eigentlich war laut Plan ein kleineres Fahrzeug vorgesehen. Doch durch eine Förderung des Landkreises Merzig-Wadern konnte man auf das größere Modell aufrüsten, ohne dass die Gemeinde mehr bezahlen musste. Bürgermeister Helmut Harth betonte, dass man solche Chancen nutzen müsse, da das neue Auto den Einsatzkräften viel mehr Möglichkeiten biete.

Vor der Bestellung gab es allerdings eine Sorge: Passt der Wagen überhaupt in die Halle? Die Verantwortlichen hatten alles genau ausgemessen. Am Ende passte das LF 20 KatS tatsächlich auf den Zentimeter genau in das Gerätehaus. Das ist beachtlich, denn das neue Fahrzeug ist viel massiver als der alte Wagen. Allein der Wassertank ist mit 1.600 Litern fast dreimal so groß wie zuvor.

Das neue Auto ist speziell für extreme Wetterlagen gebaut. Es hat Allradantrieb, Schleuderketten für den Winter und eine riesige Schlauchreserve von 420 Metern. Besonders bei Wald- und Flächenbränden ist die Ausrüstung jetzt deutlich besser, unter anderem durch spezielle Löschrucksäcke. Löschbezirksführer Michael Schumacher erklärte, dass die Anforderungen durch Hitzeperioden und Starkregen in den letzten Jahren gestiegen seien.

Die Lieferung dauerte jedoch länger als gedacht. Der Hersteller sitzt in Polen, nahe der Grenze zur Ukraine. Wegen des Krieges fehlten dort viele ukrainische Arbeitskräfte, was die Produktion verzögerte. Neun Feuerwehrleute aus Bachem holten den Wagen schließlich persönlich im Werk ab. Es war das letzte von insgesamt sechs Fahrzeugen, die für den Landkreis bestellt worden waren.

Als die Mannschaft zurückkehrte, warteten über 50 Menschen im Ort. Bevor gefeiert wurde, mussten die Einsatzkräfte aber erst einmal anpacken: Das alte Auto wurde ausgeräumt und das neue sofort mit der nötigen Ausrüstung bestückt, damit es sofort einsatzbereit ist. Erst danach wurde gemeinsam mit Kameraden aus anderen Ortsteilen angestoßen.

Jetzt beginnt die Arbeit mit der neuen Technik. Da das Fahrzeug modern ist, müssen die 34 aktiven Mitglieder und die neun Jugendlichen der Jugendfeuerwehr erst lernen, wie alles funktioniert. Deshalb stehen direkt am Wochenende mehrere Übungen an. Gleichzeitig sucht die Feuerwehr neue Leute. Wer mitfahren will, muss heute eine Truppmannausbildung mit etwa 70 Stunden absolvieren.

Offiziell übergeben wird das Fahrzeug bald im Rahmen des Gemeinde-Wehrtages in Bachem.

Quelle: Losheim am See – zur Originalmeldung

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