B 101 bei Großenhain: Brücke erst 2027 fertig
Die gute Nachricht war, dass im Juni die großen Stahlträger für die neue Brücke an der B 101 bei Großenhain (Sachsen) eingehoben wurden. Doch nun gibt es eine Verzögerung. Die Arbeiten dauern länger als geplant, weshalb die Brücke erst im Frühjahr 2027 wieder befahrbar sein wird.
Das Problem ist das Wetter. Bis zum Ende des Jahres bleibt zu wenig Zeit, um alle wichtigen Schritte abzuschließen. Der Beton muss eingegossen werden, die Brücke muss abgedichtet werden und der Asphalt muss aufgetragen werden. Solche Arbeiten funktionieren aber nur, wenn es trocken ist und die Temperaturen stimmen. Im Winter muss die Baustelle deshalb pausieren.
In den nächsten Wochen geht es erst einmal mit den Rahmenecken weiter, die die Brücke fest mit den Widerlagern verbinden. Danach kommt die Betonschicht auf die Träger. Erst wenn das erledigt ist, folgen die Geländer, die Leitplanken und schließlich der Straßenbelag. Gleichzeitig werden die Stützmauern fertiggestellt, um die Böschung zu sichern, und der Damm für den neuen Radweg wird verbreitert.
Die Ingenieure prüfen derzeit, ob sie einzelne Schritte zusammenlegen oder verkürzen können, um die Zeit bis zur Eröffnung vielleicht doch noch etwas zu drücken.
Die Vorgeschichte ist kompliziert: Die alte Brücke aus dem Jahr 1979 war in einem so schlechten Zustand, dass sie im Dezember 2024 kurzfristig gesperrt und abgerissen werden musste. Sie war schlicht nicht mehr standsicher. Seit 2025 wird nun an derselben Stelle neu gebaut, damit die B 101 wieder über die Gleise der Strecke Dresden-Berlin führt.
Insgesamt kostet der Neubau rund 6,8 Millionen Euro. Das Geld kommt aus dem Bundeshaushalt. Die Verantwortlichen baten die Anwohner und Autofahrer um Verständnis für die weitere Verzögerung.