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Atzelgift: Experten fordern freie Fließwege für die Nister

Copyright und Urheber siehe Atzelgift

Bei einer Informationsveranstaltung im Rathaus der Verbandsgemeinde Hachenburg ging es um den Zustand der Nister und wie man den Fluss wieder natürlicher machen kann.

Seit fast 30 Jahren versucht der Verein Arge Nister / Obere e. V., dass die Nister wieder frei fließen kann. Am 27. Juli 2026 trafen sich die Verantwortlichen im Rathaus der Verbandsgemeinde Hachenburg (Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz), um gemeinsam mit dem BUND Rheinland-Pfalz auf die bisherigen Erfolge zu schauen.

Der Vereinsvorsitzende Manfred Fetthauer und die Fachreferentin Sonja Gärtner vom BUND zeigten anhand von Bildern, was bereits erreicht wurde. Seit den 90er Jahren wurden alte Wehre zurückgebaut und Fischtreppen sowie Umgehungsabschläge eingebaut. Dadurch können Fische wieder besser durch den Fluss wandern und finden neue Lebensräume.

Ein besonderes Projekt läuft in Stein-Wingert. Dort betreibt der Verein zusammen mit den Universitäten aus Koblenz und Kassel eine Zuchtstation. Ziel ist es, die vom Aussterben bedrohten Süßwassermuschelarten in der Nister zu retten.

Trotz der Fortschritte gibt es noch Probleme. Alte Wehranlagen blockieren den Fluss immer noch an einigen Stellen. Zudem bremsen komplizierte rechtliche Verfahren und fehlendes Geld die Arbeit aus. Auch die trockenen Sommer und die sinkenden Wasserstände machen die Situation schwierig. Deshalb möchte der BUND, dass die Nister in den bundesweiten Wiederherstellungsplan aufgenommen wird, um die letzten Hindernisse zu beseitigen.

Auch Marco Dörner, der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Hachenburg, war bei dem Termin dabei. Er betonte, dass der Gewässerschutz nicht nur wichtig für die Natur sei, sondern auch für die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung der Menschen in der Region.

In einer anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass das Thema die Menschen vor Ort bewegt. Man will den Weg der Renaturierung nun konsequent weitergehen, damit die Nister wieder ökologisch funktioniert.

Quelle: Atzelgift – zur Originalmeldung

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