Zum Inhalt springen
newssofort.de

Atommüll-Lager Gorleben: Staatssekretär besucht Ausschuss

Hand hält ein weiß-rotes Megafon vor einen Stapel Zeitungen mit Logo „LÜCHOW-DANNENBERG“. © Canva Foto: © Canva

Am Freitag besucht Jochen Flasbarth vom Umweltministerium den Landkreis Lüchow-Dannenberg. Es geht um die Frage, wie lange der hochradioaktive Müll in Gorleben noch lagern muss.

Am Freitag, den 31. Juli 2026, kommt Jochen Flasbarth nach Lüchow (Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen). Der Staatssekretär im Umweltministerium besucht den Ausschuss Atomanlagen. Er folgt damit einer Einladung, die bereits im Herbst letzten Jahres ausgesprochen wurde.

Ab 14 Uhr trifft er sich im Sitzungsraum des Kreishauses. Im Mittelpunkt steht die Zwischenlagerung in Gorleben. Dort stehen aktuell 113 Behälter mit hochradioaktivem Atommüll. Da es in Deutschland noch kein fertiges Endlager gibt, wird es noch Jahrzehnte dauern, bis der Müll weg ist. Das bedeutet, dass die Behälter wohl noch fast hundert Jahre dort bleiben müssen.

Jetzt geht es konkret um die Genehmigung für den Betrieb. Die aktuelle Frist läuft Ende 2034 aus. Deshalb hat die staatliche Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) im Juni 2026 einen Antrag gestellt: Die Genehmigung soll um 20 Jahre verlängert werden, also bis zum Jahr 2054.

Landrätin Dagmar Schulz betont, dass der Prozess für die Menschen im Wendland offen und transparent sein muss. Besonders die Sicherheit für die Zukunft und die neuen Genehmigungsprozesse seien wichtig.

Das Ganze ist ein Testlauf für den Rest Deutschlands. Gorleben ist der erste Ort, an dem die Genehmigung ausläuft. Zwei Jahre später, im Jahr 2036, ist es dann soweit im Zwischenlager Ahaus. Deshalb soll das Verfahren in Gorleben als Vorbild für andere Standorte dienen.

Bürger können am Freitag ab 14 Uhr im Raum A 200 des Kreishauses in Lüchow dabei sein und eigene Fragen stellen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Langzeitsicherheit des Mülls sowie die Beteiligung der Öffentlichkeit.

Quelle: Landkreis Lüchow-Dannenberg – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Landkreis Lüchow-Dannenberg

Alle ansehen