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Asterix auf Mainfränkisch in Karlstadt

Foto: Thomas Schreck Foto: Thomas Schreck

Der Dialektkünstler Gunther Schunk brachte die Gallier in die Stadtbibliothek Karlstadt. Im Mittelpunkt stand die neue Asterix-Ausgabe auf Meefränggisch.

Ende Juli war es in der Stadtbibliothek Karlstadt (Main-Spessart, Bayern) laut und lustig. Der Dialektkünstler Gunther Schunk war zu einer Leserunde eingeladen. Anlass war der achte Band der Reihe „Asterix uff Meefränggisch“ mit dem Titel „Der Lüücheböüdel“. Im Original heißt das Buch „Der Seher“.

Schunk, der sich selbst als „Sprechblasenbefüller“ bezeichnet, überträgt die Geschichten nicht einfach nur Wort für Wort in den Dialekt. Zusammen mit seinem Kollegen Kai Fraas passt er die Texte kreativ an. Sie ändern Details so an, dass die Geschichten zur Sprache und zur Mentalität in Mainfranken passen. So bleibt der Witz der Gallier für die Menschen vor Ort echt.

Der Abend drehte sich zudem um die Welt der mainfränkischen Sprache und Mentalität. Schunk ist promovierter Sprachwissenschaftler und kennt die feinen Unterschiede im Dialekt genau. Er thematisierte dabei die verschiedenen Laute, wie etwa bei der „Karschder Bolizei“ oder dem „Piggniggruggsagg“. Für ihn ist Dialekt etwas Ehrliches und Direktes, das die Identität einer Region prägt – egal, wie global die Welt wird.

Besonders wichtig seien solche kleinen kulturellen Angebote in Bibliotheken oder Cafés, um sich auszutauschen. Die Verantwortlichen Barbara Wolf und Bibliotheksleiter Thomas Schreck wollen die Leserunden deshalb beibehalten. Der nächste Termin für den Literaturaustausch ist bereits geplant: Am 22. Oktober kommt die Autorin Corinna Kölln nach Karlstadt.

Quelle: Karlstadt am Main – zur Originalmeldung

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