Arnsberg: Polizei findet Drogen und Messer in Sporttasche
Am Dienstagnachmittag kam es in Arnsberg (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen) zu einer ungewöhnlichen Flucht. Gegen 16:20 Uhr bemerkten Polizisten am Kirchplatz bei der St.-Petri-Kirche zwei verdächtige Männer. Die beiden 21-Jährigen liefen gerade über die Hövels Gasse in Richtung der Schützenhalle. Einer von ihnen trug eine schwarze Sporttasche bei sich.
Als der junge Mann die Beamten sah, bekam er Panik und rannte los. Er flüchtete zu Fuß durch den Park am alten Friedhof St. Petri Hüsten in Richtung des Karolinenhospitals. Auf seinem Weg warf er die schwarze Sporttasche einfach weg, um die Polizei loszuwerden. Ein Polizist war jedoch schneller und konnte den Flüchtigen einholen und festhalten. Danach gab der junge Mann keinen Widerstand mehr.
Sein Begleiter blieb währenddessen ruhig am Tatort stehen. Als die Polizei die weggeworfene Tasche untersuchte, kam eine Menge zum Vorschein: Neben Bargeld fanden die Beamten Kokain, Cannabis, zwei Feinwaagen, einen Grinder und Verpackungsmaterial. Besonders beunruhigend waren eine Messerklinge mit Blutspuren und Tierabwehrspray. Sogar ein Laminiergerät war in der Tasche. Die Polizei geht davon aus, dass die Menge an Drogen weit über den Eigenbedarf hinausgeht.
Auch bei den Männern selbst fanden die Beamten noch Dinge. Der Geflüchtete hatte eine vermutlich illegale E-Zigarette dabei. Sein Kumpel führte ein Messer, ein Handy und eine kleine Menge Cannabis mit sich. Alle Gegenstände wurden als Beweise mitgenommen.
Nach der Befragung schwieg der geflüchtete 21-Jährige komplett. Sein Begleiter behauptete hingegen, er habe den anderen nur zufällig getroffen und von den Drogen in der Tasche nichts gewusst.
Jetzt ermittelt die Polizei gegen beide Männer. Es besteht der Verdacht des bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die Beamten prüfen nun genau, woher die Drogen kommen und was es mit den anderen Fundstücken auf sich hat. Wer Beobachtungen zum Drogenhandel in der Gegend gemacht hat, soll sich unter der 110 bei der Polizei melden.
Ob und inwieweit sich die beiden Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis – zur Originalmeldung