Altenstadt warnt vor Wassermangel: Verbrauch jetzt senken
In Altenstadt (Hessen) wird das Wasser knapp. Die Gemeinde bittet deshalb alle Einwohner und örtliche Unternehmen, ihren Trinkwasserverbrauch ab sofort spürbar zu reduzieren. Grund dafür ist die anhaltende Trockenheit der letzten Wochen. Gleichzeitig ist der Wasserverbrauch wegen der Hitze stark gestiegen.
Die Zahlen zeigen das Problem deutlich: Im Februar lag der tägliche Verbrauch noch bei etwa 1.800 bis 2.200 Kubikmetern. Im Juni gab es bereits Spitzenwerte von bis zu 3.282 Kubikmetern. Da die eigenen Quellen der Gemeinde nicht ausreichen, wird zusätzlich Wasser von der OVAG bezogen. Aktuell reicht die Menge gerade noch aus, um den Bedarf zu decken.
Jetzt verschlechtert sich die Lage weiter. Die OVAG hat mitgeteilt, dass die Liefermengen sinken. Ab September bekommt Altenstadt monatlich 14.000 Kubikmeter weniger Wasser, ab Oktober sind es sogar 18.000 Kubikmeter weniger. Bürgermeister Dominic Imhof zeigt sich besorgt. Er betont, dass die verfügbare Menge dann nicht mehr für alle reichen wird, wenn nichts geändert wird.
Auch ein paar Regenschauer würden das Problem nicht sofort lösen. Es dauert zu lange, bis das Wasser im Boden versickert und das Grundwasser wieder auffüllt. Deshalb kann man nicht auf das Wetter hoffen.
Die Gemeinde setzt momentan noch auf die freiwillige Hilfe der Menschen. Es wird darum gebeten, Trinkwasser nur dort zu nutzen, wo es wirklich nötig ist. Vor allem beim Befüllen von Pools oder beim Gießen von Grünflächen sollte gespart werden. Auch der Wetteraukreis hat bereits ein Verbot für die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern ausgesprochen.
Sollte der Verbrauch nicht ausreichend sinken, müsste die Gemeinde Maßnahmen nach der Gefahrenabwehrverordnung ergreifen. Das könnte unter anderem Einschränkungen oder Verbote für bestimmte Nutzungen des Trinkwassers bedeuten. Das Ziel ist es jedoch, solche verbindlichen Regeln zu vermeiden.
Quelle: Altenstadt – zur Originalmeldung