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Ameisen-Plage in Altenstadt: Invasives Vorkommen in Oberau

Copyright und Urheber siehe Altenstadt

In Oberau haben Experten eine gefährliche Ameisenart entdeckt. Die Gemeinde Altenstadt kämpft nun gegen die Ausbreitung der Tiere.

Im Ortsteil Oberau (Gemeinde Altenstadt) gibt es ein Problem mit Ameisen. Das Institut für Schädlingskunde hat dort ein großes Vorkommen der Art Tapinoma magnum festgestellt. Diese Tiere stammen eigentlich aus dem Mittelmeerraum, etwa aus Spanien oder Italien, haben sich aber bis nach Deutschland verbreitet.

Die Ameisen sind besonders hartnäckig. Sie bauen ihre Nester unter Gehwegplatten, an Hausfundamenten, Mauern oder unter Blumenkästen. Dabei graben sie sich bis zu einem Meter tief in die Erde. Die Tiere bilden riesige Superkolonien. Diese können aus bis zu 350 Einzelkolonien bestehen, in denen insgesamt bis zu 100.000 Ameisen leben.

Die Gemeinde Altenstadt hat bereits mit der Bekämpfung begonnen. Dabei wird die Heißwasser-Schaum-Methode genutzt. In den ersten Wochen sind zehn solcher Einsätze geplant. Das heiße Wasser tötet die Arbeiterinnen, während beigemischte Fadenwürmer die Eier im Boden vernichten.

Damit die Maßnahmen wirken, müssen auch Privatleute mithelfen. Wer den Verdacht hat, dass die Ameisen auf seinem Grundstück sind, kann ein Gutachten beauftragen. Das kostet 30 Euro und muss vom Bürger selbst bezahlt werden. Um die Tiere zu prüfen, soll man zwei bis drei Exemplare in einem beschrifteten Tablettenröhrchen einsammeln und diese im Ordnungsamt abgeben. Hinweise und Anregungen kann man ebenfalls an das Ordnungsamt richten.

Privatpersonen können die Heißwassermethode mit 100 Grad Celsius selbst anwenden. Für Innenräume eignen sich Ameisengele aus der Spritze, die für Menschen und Haustiere ungefährlich sind. Diese werden von den Tieren ins Nest getragen und töten die Königinnen und die Brut. Im Freien sind Gele weniger sinnvoll, da der Regen den Wirkstoff in die Umwelt wäscht. Auch Fadenwürmer (Nematoden) können mit Wasser gemischt gegossen werden.

Von Hausmitteln wie Essig oder Natron rät die Gemeinde ab. Diese vertreiben die Tiere nur, töten sie aber nicht. Bewohner sollten zudem Lebensmittel dicht verschließen. Befallene Erde oder Topfpflanzen gehören gut verpackt in den Hausmüll.

Quelle: Altenstadt – zur Originalmeldung

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