Altenheim: Jäger mit illegaler Waffe und Beute gestoppt
In der Nacht zum Freitag, gegen Mitternacht, hielten Bundespolizisten in Altenheim ein Auto mit französischen Kennzeichen an. Der Fahrer, ein 66-jähriger Mann aus Frankreich, zeigte sich kooperativ und legte seinen Ausweis sowie den Führerschein vor.
An der Anhängerkupplung des Wagens war ein Kasten befestigt. Darin transportierte der Mann ein Wildschwein, das etwa 80 Kilogramm wog. Er gab an, das Tier zuvor in Frankreich geschossen zu haben. Auf dem Fahrersitz lag das Gewehr, mit dem er das Tier erlegt hatte. Zwar konnte der Mann einen französischen Jagdschein vorzeigen, doch fehlten wichtige Dokumente: Er besaß weder einen Waffenschein noch einen europäischen Feuerwaffenpass.
Die Beamten prüften die Daten über das Gemeinsame Zentrum in Kehl. Dabei kam heraus, dass der Mann nicht im französischen Waffenregister steht. Zudem war die Langwaffe auf eine andere Person registriert.
Bei der weiteren Durchsuchung des Autos machten die Polizisten weitere Funde. Neben der Waffe fanden sie zwei Magazine, 280 Patronen, sieben Messer und ein Beil. Die Polizei nahm das Gewehr und die Munition sofort an sich.
Nachdem die Beamten alle Maßnahmen abgeschlossen hatten, durfte der Mann seine Fahrt fortsetzen. Wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz wurde nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Offenburg – zur Originalmeldung