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Alte Schätze bei Bau der B 169 entdeckt

Copyright und Urheber siehe Medienservice Sachsen

Beim Umbau der Bundesstraße 169 zwischen Riesa und Salbitz stoßen Archäologen auf bedeutende Funde aus der Steinzeit und Bronzezeit.

Die Bundesstraße 169 wird zwischen Riesa und Salbitz (Sachsen) auf einer Länge von etwa acht Kilometern verlegt. Bevor die Bagger richtig loslegen können, muss das Landesamt für Archäologie Sachsen den Boden untersuchen. Die Gegend ist nämlich voll mit alten Spuren menschlichen Lebens.

Im nördlichen Abschnitt, der von Seerhausen bis Raitzen reicht, sind die Arbeiten nun beendet. Zwei Teams mit bis zu 16 Leuten haben dort rund sechs Hektar Land abgesucht. An neun verschiedenen Stellen fanden sie über 1800 Spuren. Besonders am Raitzener Bach war früher viel los. Dort entdeckten die Experten Hausgrundrisse, Reste von Öfen und alte Zäune aus der Bronzezeit, also aus der Zeit zwischen 1400 und 800 v. Chr.

Auf der anderen Seite des Baches lebten die Menschen später, in der Eisenzeit und der Römischen Kaiserzeit. Auch hier gab es Häuser und einen Bereich, in dem Handwerker gearbeitet haben.

Die Funde sind vielfältig: Es gibt viele Scherben von Tontöpfen, an denen man das Alter genau bestimmen kann. Webgewichte und Spinnwirtel zeigen, dass die Leute damals vor Ort Stoffe hergestellt haben. Ein echter Glücksgriff waren zwei Brandgräber aus der Jungsteinzeit nördlich von Bloßwitz. In den Gräbern lagen ein Gefäß und eine Axt.

Jetzt geht es im südlichen Abschnitt von Raitzen bis Salbitz weiter. Dort gibt es sieben bekannte Fundstellen auf fünf Hektar Fläche. Die Forscher hoffen auf weitere Entdeckungen, denn erste Voruntersuchungen zeigten Spuren, die bis ins Jahr 5500 v. Chr. zurückreichen. Das wären einige der ältesten Besiedlungen in ganz Sachsen.

Wer die Ausgrabungen selbst sehen will, kann das am Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 tun. Von 10 bis 15 Uhr gibt es Führungen. Treffpunkt ist an der K8948 zwischen Salbitz und Gastewitz, kurz hinter dem Ortsausgang von Salbitz auf der linken Seite. Wer mitkommt, sollte feste Schuhe anziehen, da man etwa 400 Meter zu Fuß zu den Flächen läuft.

Quelle: Medienservice Sachsen – zur Originalmeldung

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